Pieterlen
Treffpunkt zwischen Ost und West

Die Pieterler Autobahnraststätte wurde im Mai 2002 eröffnet. Seither hat sie sich je länger, desto mehr zu einem Treffpunkt zwischen der Ost- und Westschweiz entwickelt. Das Ambiente der «weiten Welt» gefällt den Leuten aus der Umgebung, sie besuchen die Raststätte gerne.

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Autobahnraststätte

Autobahnraststätte

Solothurner Zeitung

Margrit Renfer

Sonntagmorgen in der Pieterler Raststätte der Autogrill Schweiz AG. Wie in einem Bienenhaus herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Der Shop der Autobahnrasttätte wird für den Sonntagmorgeneinkauf rege genutzt. Stimmengewirr in verschiedenen Sprachen. Das Restaurant ist gut besetzt. Das Zmorgebuffet lädt zum gemütlichen Zmörgele. Auf dem Parkplatz hält ein weiterer Reisebus. Nun sind die Angestellten gefordert. Der 80-Plätze-Bus war zuvor nicht angemeldet worden.

Dienstagnachmittag in der Raststätte Pieterlen. Die Kundschaft lässt sich an einer Hand abzählen. Die Angestellten haben Zeit aufzuräumen, aufzufüllen. «Wir sind mit den Umsätzen zufrieden. Die Chance, wirklich grösser zu werden, kommt erst, wenn die A1 den Anschluss an die Westschweiz erhält», sagt Guy Bernet, Director of Operation der Firma Autogrill Schweiz AG, welche die Raststätte betreibt.

Initiant Arthur Stähli

Es war der Pieterler Fabrikant Arthur Stähli, der die Idee für eine Raststätte in Pieterlen initiierte und diese schliesslich auch durchbrachte. «1985, auf einem Flug nach Amsterdam, sass ich neben einem Herr von Mövenpick. Wir kamen ins Gespräch und erkannten das Potenzial für eine Raststätte im Gebiet Biel/Seeland. Wir tauschten Visitenkarten aus. Zwei, drei Jahre später hat mich dieser Herr angerufen. Es kam zu Gesprächen mit dem damaligen Gemeindepräsidenten Hugo Udry, Verhandlungen mit der Güterzusammenlegung, wir reisten nach Bern zu den verschiedenen Ämtern. Das Ganze nahm immer konkretere Formen an, bis hin zur Ausschreibung. Mövenpick machte schliesslich aber zweite», sagt Arthur Stähli. Er ist zufrieden, dass die Raststätte heute in Pieterlen und Lengnau einfach dazugehört und natürlich den Namen Pieterlen trägt. Arthur Stähli hat mit dazu beigetragen, dass der Fussweg vom Büttenberg her realisiert und von der Männerriege, bei der er Mitglied ist, in Fronarbeit gebaut werden konnte. «Stähliweg» nennen einige Pieterler bereits heute diese beliebte Spazierverbindung. (mrl)

Zu Fuss zur Raststätte

400 bis 600 Kunden frequentieren täglich die schön gelegene Raststätte. Es sind reisende Kunden wie bei jeder Autobahnraststätte. Besonders in Pieterlen ist aber: Viele Kunden kommen aus der näheren Umgebung.

«Wir haben uns in Pieterlen stark auf die Region eingelassen», sagt der zuständige Unit Manager Joachim Bus, der auch weitere Raststätten betreut. Mit einem besonderen Angebot, mit Auto-Ausstellungen und der Weihnachtsausstellung trifft die Raststätte den Geschmack des Publikums.

Der durch die Pieterler Bevölkerung initiierte Fussweg über das Tunnelportal der Autobahn zur Raststätte trägt zum Ausflugsziel bei. «Wir schätzen das Raststätten-Ambiente, den guten Kaffee, die freundliche Bedienung, den Parkplatz», sagen zwei Stammgäste. Seien sie mal Strohwitwer, könnten sie auch gleich etwas vorbereitetes zum Essen mit nach Hause nehmen.

Arbeitsplatz für 25 Personen

Die Umsätze der Autobahnraststätte Pieterlen sind seit der Eröffnung im Expojahr 2002 ständig gestiegen. Mit der Verselbständigung des Shops konnte das Angebot spezieller den hiesigen Kundenbedürfnissen angepasst werden. Pizza zum Mitnehmen ist ein Hit, wie auch die direkt zubereiteten Speisen, die frischen Salate oder die Kombi-Angebote. «2800 Cordon bleu haben wir in zwei Monaten verkauft», weist Joachim Bus auf ein derartiges Angebot hin. 25 Personen, davon 40 Prozent in Vollzeit, arbeiten in der Autobahnraststätte.

«Autogrill AG ist ein gerechter Arbeitgeber», sagt die örtliche Leiterin, Margrit Geissbühler, vorher selbstständige Wirtin in Leuzigen. Einige Angestellte schätzen die schichtweise Arbeitszeit, die Möglichkeit, abends oder auch sonntags arbeiten zu können. Die freundlichen Angestellten garantieren auch bei der Autobahnraststätte, dass die Kunden wiederkommen.

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