Raubtier-Attacke

Tier tot, Mensch verletzt: Eisbär dringt in Zelt ein und greift Touristen an

Auf Spitzbergen in Norwegen hat ein Eisbär eine Gruppe von Touristen attackiert. Der Bär drang in das Zelt eines Mannes ein und verletzte ihn am Arm und im Gesicht. Der Bär wurde erschossen.

Jakub Moravec aus Prag wird den heutigen Tag wohl sein Leben lang nicht vergessen: Der Tscheche wollte eigentlich auf Spitzbergen in Norwegen die dortige totale Sonnenfinsternis verfolgen. Zusammen mit seiner Freundin und ihrer Mutter schlugen sie im Ewigen Eis ihr Zelt auf.

Dann der Horror: Als sie schliefen, kam ein Eisbär hinein und attackierte den 37-Jährigen. «Er stand plötzlich auf mir», so Moravec. «Er wollte gleich an meinen Kopf». Der Mann wurde am Kopf, den Armen und an der Brust verletzt.

Glücklicherweise hatte die Mutter seiner Freundin einen Revolver bei sich. Sie erlegte den Eindringling mit drei Schüssen. Der Verletzte wurde mit dem Helikopter ins Spital von Longyearbyen geflogen.

Nicht ohne Waffe aus dem Haus

Moravec ist wieder auf dem Weg der Besserung. Er fühle sich gut und langsam auch wohlauf. Im Krankenbett plaudert der Tscheche weiter über den Vorfall. Bei der Attacke galten seine einzigen Gedanken dem Motto: «Ich muss meinen Kopf schützen», wie er örtlichen Medien erzählte.

Wegen der bevorstehenden Sonnenfinsternis halten sich zurzeit Touristen aus der ganzen Welt auf Spitzbergen auf.

Die Behörden mahnen, die Wohngebiete nicht ohne Waffe zu verlassen. Seit 1971 wurden auf der Inselgruppe fünf Menschen von Eisbären getötet. (nch)

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