Aarau
Seit 13 Jahren beliebter Treffpunkt

«Die Idee, das Rolling Rock zu gründen, wurde bei einem Spaziergang geboren», sagt Gründer Simon Eichenberger. Bald danach entstand die Freizeithalle, in der sich Skater, Rollerblader, Kletterer und Hockeyspieler wohlfühlen. Am 31. Oktober wird der 13. Geburtstag gefeiert.

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Rolling Rock

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Stadtanzeiger Aarau

Melanie Bär

Eigentlich hatten Simon Eichenberger und Thomas Georg vor 13 Jahren ganz anderes im Sinn. Der Elektromonteur und der Schreiner wollten mit ihrem Gesparten alte Liegenschaften kaufen, renovieren und wieder verkaufen. Passende Häuser hatten sich die Mittezwanziger bereits angeschaut, als sie auf einem Sonntagsspaziergang die Idee nochmals überdachten und nach alternativen Marktlücken suchten.

Jubiläum

13-Jahr-Jubiläum im Rolling Rock, Industriestrasse 44, Aarau: Freitag, 30.10., 20-4 Uhr, Komikerduo Pasta del Amore, danach Sound (mashups, hip-hop, electro, indie); 21-4 Uhr, Salsaparty in der dahinterliegenden Beachhalle (Industriestr. 44). Samstag, 31.10., 12.30-18.30: Wettkämpfe der Schweizer Skateboardelite, Rollerblade und Freerunshow, Breakdance-Auftritt. Grafitikünstler besprayen die Hallenwände; 21-4 Uhr, Premiere Snowboarding Nitro Film, danach live DJ. 21-4 Uhr, Salsaparty in der dahinterliegenden Beachhalle.

Sie statteten die 1200 Quadratmeter grosse ehemalige Fabrikhalle an der Industriestrasse 44 mit Hockeyfeld, Kletterwand und Rundbahn mit Halfpipe aus. Mittlerweile stehen den Besucherinnen und Besuchern auch ein Riesentrampolin und ein Tischtennisstisch zur Verfügung. Wer 7 Franken Eintritt gezahlt hat, darf das Angebot den ganzen Tag nutzen. Rund 100 Personen sind es an einem durchschnittlichen Samstag.

Neun Jahre lang führten Eichenberger und Georg die Aktiengesellschaft gemeinsam, gaben Kurse für Rollerblader, Skater und Kletterer und verkauften das passende Material. «Durchs Rolling Rock habe ich angefangen Skateboard und Inlineskate zu fahren», so Eichenberger, der sich mittlerweile als begeisterter Rollerblader bezeichnet. Sein ältester Kursbesucher war 76 Jahre alt.

Vor vier Jahren haben sich die beiden Geschäftspartner getrennt. Georg hat die Kletterhalle in Lenzburg - den Kraftreaktor - ins Leben gerufen und Eichenberger den Handel ausgebaut. Zurzeit sind im Rolling Rock vier Angestellte und drei Lehrlinge angestellt. Ergänzt wird der Hallenbetrieb mittlerweile mit einem Online-Shop und einem Fachgeschäft in der Aarauer Innenstadt. Dort wird ausgesuchte sportliche Freizeitbekleidung verkauft. Seit fünf Tagen ist ein Teil des in der Fabrikhalle integrierten Shops mit Schneesportartikeln ausgestattet. «Diese verschiedenen Standbeine geben mir Sicherheit.»

Dem Laden in der Innenstadt und dem Online-Shop will sich Simon Eichenberger denn auch widmen, wenn der Hallenbetrieb für mindestens zwei Jahre schliesst. Das könnte schon Ende 2010 der Fall sein. Es ist geplant, dass am jetzigen Standort ein neues Fussballstadion, Läden und im Untergeschoss eine neue Halle fürs Rolling Rock gebaut wird. Noch hat Eichenberger aber keine Verträge mit der Bauherrschaft unterschrieben. «Die Chance ist gross, dass sich der Abriss hinauszögert», so Eichenberger. Bis dahin wird der Betrieb normal weiter laufen. Und am 31. Oktober wird noch einmal richtig gefeiert.

Der 41-Jährige freut sich, dass die auf dem Sonntagsspaziergang geborene Idee Anklang fand und sich mittlerweile auch gewinnbringend umsetzen lässt. «Auch wenn wir die ersten fünf Jahre um Anerkennung auf politischer Ebene kämpfen mussten.» Seit fünf Jahren wird Rolling Rock von der Stadt Aarau finanziell unterstützt. «Ich bin dankbar, dass die Wichtigkeit erkannt wird und ich meine Philosophie leben kann: verschiedenen gesellschaftlichen Schichten eine Plattform zur Begegnung und zum Austausch zu bieten.»

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