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«Pokémon Go"-Festival findet in diesem Jahr digital statt

ARCHIV - «Pokemon Go»-Spieler gehen mit ihren Smartphones durch Berlin. Das «Go Fest»-Event wird in diesem Jahr digital stattfinden. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

ARCHIV - «Pokemon Go»-Spieler gehen mit ihren Smartphones durch Berlin. Das «Go Fest»-Event wird in diesem Jahr digital stattfinden. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Das «Go Fest"-Event im populären Smartphone-Spiel «Pokémon Go», für das sich sonst Zehntausende Spieler an einem Ort versammeln, wird in diesem Jahr wegen der Corona-Gefahr digital stattfinden.

Während die Zahl der verkauften Karten sonst von dem Fassungsvermögen lokaler Parks abhing, wird diesmal jeder ein Ticket kaufen können.

Das Event wird am 25. und 26. Juli jeweils von 10.00 bis 20.00 Uhr Ortszeit laufen, wie die Entwicklerfirma Niantic am Montag mitteilte. Die Tickets kosten 16,99 Euro für beide Tage.

Bei den "Go Fests" gibt es traditionell besondere Pokémon zu fangen. Im vergangenen Jahr kosteten die Sommer-Events 25 Euro pro Tag. Diesmal sind allerdings auch die Kosten von Niantic deutlich geringer, weil keine Ausgaben vor Ort anfallen. Die Firma will aus den "Go Fest"-Einnahmen mindestens fünf Millionen Dollar zur Unterstützung der afroamerikanischen Community spenden.

Bei "Pokémon Go" tauchen Figuren aus den Pokémon-Games auf dem Smartphone-Bildschirm in der realen Umgebung auf. Das Spiel ist nach dem Start im Sommer 2016 zu einem weltweiten Phänomen geworden. Während der grosse Hype im ersten Jahr nachliess, gibt es immer noch eine grosse Gemeinde aktiver Spieler.

Niantic will diese Reichweite zur Unterstützung kleiner Geschäfte in der Corona-Krise nutzen. Spieler können ihre Lieblingsorte - zum Beispiel Cafés oder Buchläden - vorschlagen. Zunächst 1000 Geschäfte werden dann für ein Jahr in die Pokémon-Karte integriert und bekommen die Möglichkeit, Spieler mit Werbe-Events anzulocken. Die Aktion ist allerdings zum Start auf die USA, Kanada, Japan, Grossbritannien und Mexiko beschränkt.

Niantic selbst finanziert sich durch den Verkauf digitaler Artikel und zusätzlicher Kapazitäten in seinen Spielen. Dieses Geschäft sei in der Corona-Krise zunächst zurückgegangen, erhole sich inzwischen aber wieder, sagte Niantic-Chef John Hanke.

Niantic baute eine Plattform für die Verknüpfung digitaler Artikel und Ereignisse mit der realen Umgebung auf - und will auf dieser Basis in den kommenden fünf Jahren mehr als zehn neue Spiele und digitale Erlebnisse veröffentlichen.

Nach "Pokémon Go" brachte Niantic das Spiel "Wizards Unite" heraus, in dem Gegenstände und Figuren aus der Harry-Potter-Welt auftauchen.

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