Rudolf
Neuerschliessung der Grossmatt wird geplant

Trotz heftigen Debatten und Rückweisungsanträgen wurden die beiden Traktanden zur Rudolfstetter Gewerbezone letztlich klar angenommen. Ein neuer Zubringer in die Grossmatt kann geplant werden.

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Rufold

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Aargauer Zeitung

Dino Nodari

Wie lange die lärmgeplagten Anwohner der Gwindenstrasse noch auf einen neuen Zubringer in die Gewerbezone Grossmatt warten müssen, ist unklar. Klar ist aber, dass der Gemeinderat Rudolfstetten im kommenden Jahr die Neuerschliessung an die Hand nehmen wird. Die Einwohnergemeindeversammlung vom vergangenen Freitag sagte klar Ja zum Planungskredit von 60 000 Franken.

Der Gemeinderat favorisiert dabei eine neue, 320 Meter lange Strasse, die von der Kantonsstrasse zur Grossmatt führt. Um die Kosten für die neue Strasse tragen zu können, werden auch Einzonungen in Betracht gezogen. Die Gewerbezone könnte so in Richtung Bergdietikon vergrössert werden und das neu angesiedelte Gewerbe würde einen Teil der Erschliessungskosten übernehmen, erklärte Gemeindeammann Alfred Oggenfuss.

Ausweichstelle für Lastwagen

Zuvor sagten die Stimmbürger klar Ja zu einer Übergangs-lösung für die Zufahrt in die Grossmatt. Die von 158 der 2623 Stimmberechtigten besuchte Versammlung stimmte klar für den Kredit von 290 000 Franken für die Erneuerung der Gwindenstrasse. Die Strasse wird leicht ausgebaut und mit einer Ausweichstelle versehen. Ein Rückweisungsantrag und ein Antrag auf eine geheime Abstimmung blieben ohne Chance.

Die Versammlung genehmigte ausserdem den Voranschlag 2010 mit einem unveränderten Steuerfuss von 91 Prozent. Da die heutige Finanzkrise in Zukunft sicher noch spürbar sein werde, habe der Gemeinderat vorsichtig geplant. «Das hat sich auch in den vergangenen Jahren bewährt», sagte Gemeinderat Christian Schaub.

Allerdings erklärte Schaub auch, dass die Gemeinde Rudolfstetten nicht lange schuldenfrei bleiben werde. Insbesondere der Bau des Sportzentrums Burkertsmatt werde wieder dazu führen, dass sich Rudolfsetten-Friedlisberg verschulden müsse. Weiter wurden zwei Personen eingebürgert.

Ammann verabschiedet

Für Gemeinderätin Lisa Marolf und Gemeindeammann Alfred Oggenfuss war es die letzte Gemeindeversammlung. Oggenfuss ehrte seine Gemeinderatskollegin als Frau, welche Probleme angepackt habe und der Menschlichkeit immer ein grosses Anliegen gewesen sei. Lisa Marolf verlässt den Gemeinderat nach zwölf Jahren. Eine Amtsperiode länger war Alfred Oggenfuss im Rudolfstetter Gemeinderat. Acht Jahre davon war er als Gemeindeammann tätig. Christian Schaub lobte ihn als guten Freund und aufrechten Demokraten, der andere Meinungen akzeptiert und dennoch mit Hartnäckigkeit für die beste Lösung gekämpft habe.

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