zum 25-Jahr-Jubiläum des Kernkraftwerks Leibstadt
Magie rund um die Stromfabrik

Zu seinem 25-jährigen Bestehen liess sich das Kernkraftwerk Leibstadt Prachtvolles einfallen: Das dreitägige Stromfest lockte das Publikum mit dem faszinierenden Thema Licht.

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25-Jahr-Jubiläum des Kernkraftwerks Leibstadt
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Die Lichtergirlande auf dem Festgelände.
Die Theatertruppe Anu fesselte mit ihrer Inszenierung.

25-Jahr-Jubiläum des Kernkraftwerks Leibstadt

Aargauer Zeitung

Ursula Burgherr

Hauptattraktion am Stromfest war die 25 Kilometer lange, mit LED-Birnen bestückte Girlande, die sich über das Festgelände zog. Beim Eindunkeln wurde das Lichterlabyrinth illuminiert, in dem die Berliner Theatergruppe Anu ihr Schauspiel aufführte. Die Atmosphäre war einmalig, Besucherinnen und Besucher ausnahmslos begeistert.

Der Blick der meisten Eintreffenden fiel zuerst auf die kilometerlange Lichtgirlande, die sich über das Festareal spannte. Je dunkler es wurde, desto eindrücklicher schimmerte das gigantische Kettengebilde aus Tausenden von stromsparenden LED-Leuchten und verbreitete auf dem KKL-Gelände eine magische Atmosphäre.

Fortsetzung des Stromfests

An der Abgabestation wurde das Lichtband in 8330 Stücke geteilt und als Präsent an das Publikum abgegeben. Barbara Suter, Leiterin Information des KKL: «Unsere Vision ist, dass die einen oder anderen Lichter zukünftig Terrassen und Gärten der Umgebung erhellen, so findet das Stromfest später im kleineren Rahmen seine Fortsetzung.»

Der Jubiläumsanlass sollte für alle Mitarbeitenden und die Bevölkerung aus der Region unvergesslich werden. Während die Leuchtgirlande versinnbildlichte, dass im KKL täglich Strom produziert wird, übersetzte die Berliner Theatertruppe Anu mit ihrem Lichtschauspiel das Kerngeschäft der Jubilarin poetisch. Regisseurin Sibylle Behr: «Wir wollten auf dem KKL-Areal Strom als wertvolles Gut ins Bewusstsein rufen - das ist eine Ressource, mit der sorgsam umgegangen werden muss.»

Publikum tanzte im Reigen mit

In schillernden Kostümen mit komödiantischen Einlagen und viel Musik wurde die Geschichte über das Zusammentreffen der bisher ausgebeuteten Moortsländer erzählt, die dank einer neu entdeckten, sehr selten gewordenen Moortsknospe auf ein besseres Zeitalter hoffen und dies mit einem Königinnenritual in Leibstadt bestärken wollten. Das Publikum wurde Teil des Schauspiels, tanzte im Lichterlabyrinth den königlichen Reigen mit. Auf Begeisterung stiessen auch verschiedene Buden mit Lichtspielen und Spiegeltheater. Die Theatergruppe Anu hatte für das Fest eines der grössten Spiegelkaleidoskope Europas herstellen lassen.

Im «Café Dialog» stellte sich die Geschäftsleitung des KKL den Fragen der Bevölkerung. Was brannte dem Publikum besonders unter den Nägeln? Olivier Robert vom Verwaltungsrat des KKL: «Kritische Diskussionen zum Thema Kernkraft gab es keine einzige. Meistens ging es um Verständnisfragen, etwa im Hinblick auf Endlagerung.»

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