KV-Ausbildung fest in Frauenhand

97 junge Kaufleute schafften an der Abteilung Wirtschaft des Berufsbildungszentrums Freiamt in Wohlen die Hürden der Lehrabschlussprüfung, darunter fünf Frauen mit Auszeichnung. Die jungen Frauen schnappten den Männern an der Diplomprüfung die besten Preise weg

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KV-Ausbildung fest in Frauenhand

KV-Ausbildung fest in Frauenhand

JÖRG BAUMANN

Fünf Frauen räumten an der Diplomfeier die Preise ab: Patricia Stierli (Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden) erreichte als Berufsmaturandin die beste Note mit 5,6, gefolgt von Carola Bumbacher (HBT-ISOL AG, Bremgarten) mit der Diplomnote 5,3. Unter den Kaufleuten, welche die Normallehre mit dem Profil E absolviert hatten, ragten Alexandra Lini (Login Berufsbildung) mit 5,4 sowie Fabienne Knecht (Markus Flühmann AG, Merenschwand) und Sandra Lüthold (Cellpack AG, Villmergen) mit 5,3 heraus. Zwei Repetenten schafften die Prüfung im zweiten Anlauf.

Gute Leistungen abgeliefert

17 der 35 Berufsmaturanden und 23 der 60 Absolventen der Normallehre übertrafen die Diplomnote 5,0. Das freute den Schulleiter Orlando Müller, der sich zur Bemerkung hinreissen liess: «Wir sind fast eine reine Frauenschule. Das stimmt: Die kaufmännische Grundausbildung ist seit Jahren mehrheitlich eine Frauensache.

Die 97 erfolgreichen Kaufleute träten nun aus dem «geordneten und verordneten Schulleben» aus und könnten ihre eigene Zukunft selber gestalten, bemerkte Müller. Die Angst vor der Zukunft sei nicht völlig berechtigt, auch wenn die wirtschaftlichen Aussichten nicht ganz so toll seien. Aber für den Eintritt ins Berufsleben brauche es «Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen». Für die Spezialisierung und Weiterbildung stünden den Kaufleuten verschiedene Wege offen. «Nehmen Sie die Standortbestimmung jetzt vor und verschieben Sie diese nicht auf morgen», empfahl Schulleiter Orlando Müller den Diplomandinnen und Diplomanden.

Abwechslung tat gut

In einer erfrischenden, frei vorgetragenen Ansprache bemerkte die Berufsmaturandin Linda Hupfer aus Villmergen, dass der «Ernst des Lebens», von dem die Lehrer beim Austritt aus der Volksschule immer gesprochen hätten, auf sie gar nicht so schlimm gewirkt habe, wie sie sich das vorstellte. Die Abwechslung zwischen dem Berufsschulunterricht und der Arbeit im Lehrbetrieb habe ihr trotz strenger Lehrzeit gut gefallen.

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