Hochwasser
Künftig dem Hochwasser trotzen

Huttwiler Gemeinderat investiert 235 000 Franken in Schutzmassnahmen.

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Keystone

Nach den Unwettern vom Juni 2007 in Huttwil wurde mit der Prüfung von Hochwasserschutzmassnahmen begonnen. Im Bereich des ehemaligen Meermöbel-Areals - es wurde damals massiv überflutet und in November 2008 von einem Brand heimgesucht - soll das Gerinne der Langeten erweitert werden.

Im Zusammenhang mit dem momentan laufenden Rückbau der Brandstätte können Synergien genutzt werden, schreibt der Gemeinderat von Huttwil. Er hat deshalb einen Kredit von 235 000 Franken für diese Projekt bewilligt. Sofern das Referendum nicht ergriffen wird, kann mit den Arbeiten Ende Juli begonnen werden.

Bei den Rückbauarbeiten hat sich gezeigt, dass die Stabilität der Bachmauer unter Umständen nach dem Rückbau der Kellermauern nicht mehr ausreichend gewährleistet sein könnte. Die Gemeinde hat nun mit dem für die Abbrucharbeiten zuständigen Büro Markwalder eine Vereinbarung abgeschlossen, welche einerseits ein rasches Handeln ermöglicht und andererseits dank gemeinsamer Projektausführung wesentliche Kosteneinsparungen ermöglicht.

Bis spätestens 2012

Die Erweiterung des Gerinnes soll dazu beitragen, dass künftig starke Hochwasser weniger grosse Schäden anrichten. Das vom Gemeinderat bewilligte Projekt umfasst lediglich den Bereich zwischen der Sonneggstrasse bis zum «Brauibrüggli». Der Durchlass der Brücke Sonneggstrasse muss zuerst noch geplant werden. Die Gemeinde hat sich verpflichtet, das Projekt und die Kreditvorlage bis spätestens im Jahr 2012 auszuarbeiten.

Als Renaturierungsmassnahme wird entlang des Niederwassers eine Holzlängsverbauung mit Fischnischen erstellt werden. Zur Sicherung des Böschungsfusses werden Faschinenwalzen und entlang der Holzschwellen Blocksteine zur Festigung eingebaut. Der Kanton Bern hat bei den Verhandlungen mündlich Beiträge in der Grössenordnung von zwei Dritteln der Kosten zugesichert. Der Gemeinde verbleiben also Kosten von knapp 80 000 Franken. (mgt)

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