Japan
Japan setzt Bergungsarbeiten nach Taifun-Katastrophe fort

Nach dem tödlichen Taifun in Japan haben die Bergungskräfte ihren Einsatz in den Überflutungsgebieten fortgesetzt. Die Zahl der Todesopfer stieg nach Angaben japanischer Medien vom Montag auf mindestens 56. Weitere 15 Menschen würden noch vermisst.

Drucken
Teilen
Rettungskräfte helfen Betroffenen in einem überschwemmten Wohngebiet in der japanischen Region Fukushima.
8 Bilder
Rettungskräfte helfen Betroffenen in einem überschwemmten Wohngebiet in der japanischen Region Fukushima.
Rettungskräfte bergen nach dem Taifun "Hagibis" ein Autowrack aus einem Fluss bei Koriyama in der Nähe von Fukushima.
Die Zahl der Todesopfer stieg nach Angaben vom Montag auf 36, am Dienstag waren es bereits 66 Tote.
Weitere 15 Menschen werden am Dienstag noch vermisst.
Der Wirbelsturm "Hagibis" war am Wochenende über weite Teile des Landes hinweggefegt, er hinterliess eine Spur der Verwüstung.
Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten ganze Wohngebiete.
Mehr als 100 Bewohner wurden den Einsatzkräften zufolge verletzt.

Rettungskräfte helfen Betroffenen in einem überschwemmten Wohngebiet in der japanischen Region Fukushima.

JIJI PRESS

Der aussergewöhnlich heftige Wirbelsturm "Hagibis" (Philippinisch für "schnell") war am Wochenende über weite Teile des Landes hinweggefegt, er hinterliess eine Spur der Verwüstung.

Zahlreiche Flüsse waren über die Ufer getreten und überschwemmten ganze Wohngebiete und Strassen. In der mit am schwersten betroffenen Provinz Nagano und anderen Regionen des bergigen Inselreiches gingen vielerorts Erdrutsche und Schlammlawinen nieder. Mehr als 100 Bewohner erlitten nach Angaben der Einsatzkräfte Verletzungen.

Die Zentralregierung in Tokio sagte den Opfern schnelle Hilfe zu. Am Montag waren weiterhin rund 38'000 Menschen in 17 Provinzen des Landes in Notlagern untergebracht.

Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte die Einrichtung eines ressortübergreifenden Teams an, um die Lage in Notlagern zu verbessern und um Evakuierten zu helfen, eine vorübergehende, neue Bleibe zu finden. Es werde befürchtet, dass das Leben in den Unglücksgebieten noch länger beeinträchtigt sein werde.

Derweil haben die Aufräumarbeiten begonnen. In vielen Haushalten war die Strom- und Wasserversorgung in Folge des Taifuns unterbrochen. Dutzende Erdrutsche und Schlammlawinen waren in weiten Gebieten Japans abgegangen.

21 Flüsse waren durch die Uferdämme gebrochen. Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt, Bäume stürzten auf Strassen. Mehr als 110'000 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Küstenwache und Militär waren an den Rettungs- und Bergungseinsätzen beteiligt.