Herz
Herzen unter dem Hammer

Ob Goldesel oder in Unterwäsche, ob von Kinderhänden oder Künstlern gemacht: Die Herzen in der Stadt haben viel Freude bereitet. Auch an der Versteigerung war das Interesse gross.

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Herz Baden

Herz Baden

Aargauer Zeitung

Sibylle Egloff

Seit dem 22. Mai schmückten 102 unterschiedlich farbige und gestaltete Herzen die Stadt Baden. Am 13. September wurden sie alle wieder abmontiert und entfernt. Manch einer wird sich wohl gefragt haben, was mit den Herzen, die einigen nach 4 Monaten bestimmt ans Herz gewachsen sind, geschehen ist.

Kein Grund zur Beunruhigung, die Herzen wurden vergangenen Samstag als Finale der Aktion «Baden zeigt Herz» versteigert. Der Event fand im Werkhof Baden an der Mellingerstrasse statt.

Kuchen, Kaffee und Tombola

Ab 14 Uhr gesellten sich Besucher jeden Alters in den Werkhof. Neben der Auktion standen die Kinder im Mittelpunkt. Diese konnten sich auf einer Hüpfburg austoben, Ponys reiten oder an der Tombola tolle Preise abstauben, während sich die Erwachsenen der Versteigerung widmen konnten. Für die Verpflegung sorgte der «Baden zeigt Herz»-Verein mit Leckerem vom Grill und die Pipapo-Kinderhilfe kümmerte sich um Kaffee und Kuchen.

54 herzen zum versteigern

Um Punkt 15 Uhr eröffnete die Projektleiterin Suzana Senn-Benes die Versteigerung. Nachdem sie sich bei allen Beteiligten wie den Herzkäufern und Herzgestaltern sowie der Stadt Baden für das Patronat bedankt hatte, übergab sie das Mikro Kurt Feuz, der die Auktion leitete. Zu versteigern gab es insgesamt 54 der 102 ausgestellten Herzen. Die anderen hatten bereits vor der Versteigerung Abnehmer gefunden. Das Bild des jeweils zu versteigernden Herzens wurde mithilfe eines Beamers an eine Leinwand projiziert. Auktionator Kurt Feuz gab zu jedem Herz Zusatzinformationen, so zum Beispiel über die Kondition des Herzes, da leider einige Vandalen zu Opfer gefallen sind und beschädigt wurden. Das Mindestangebot lag bei lädierten Herzen bei 300 und bei intakten Herzen bei 500 Franken. Der Erhöhungsschritt pro Gebot betrug 50 Franken.

Bis 2300 Franken für ein Herz

Mit Witz und Charme vermochte Feuz das Publikum zum Bieten anzuregen. Dies zeigte sich bereits bei der Versteigerung des ersten Herzens, des MA-LI-LU-Herzens von Höchli, welches für 900 Franken den Besitzer wechselte. Für die Mehrheit der Herzen wurde zwischen 500 und 1000 Franken geboten. 2300 Franken, das höchste Gebot für ein Herz an der Auktion, war das Herz Nummer 22, puella puerculusque, Ursula Spinnler aus Nussbaumen wert. «Das Herz gefällt mir so gut, das Gesicht darauf finde ich lustig, ausserdem kommt mein Favorit erst am Schluss dran. So lange konnte ich nicht warten», erklärt Ursula Spinnler den Entscheid für Herz Nummer 22. Auch Claudia Gregorics aus Birmenstorf ist frischgebackene Besitzerin eines Herzens. «Ich kriege das Herz von meinem Mann zum Hochzeitstag geschenkt und werde es vor der Haustür aufstellen».

Der Gesamterlös von 50 000 Franken kommt der Margrit- Fuchs-Stiftung für ein Schulbildungsprojekt in Ruanda zugute.

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