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Grenchen macht für Uhrencup Geld locker

Die Stadt will am Uhrencup künftig mehr Werbung für sich machen. Dabei ist immer noch unklar, was überhaupt aus dem Fussballturnier wird.

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Solothurner Zeitung

Daniela Deck

Noch ist das Organisationskomitee des Uhrencups nicht aus seiner Klausur aufgetaucht. Ob und wie es nächstes Jahr mit dem prestigeträchtigen Turnier weitergeht, ist unklar. Hingegen hat die Stadt in dieser Frage Position bezogen. Sie bekennt sich zum Uhrencup und will ihn in Zukunft verstärkt als Werbeplattform nutzen.

«Unsere Zusammenarbeit ist langfristig ausgerichtet», sagt Barbara Pestalozzi. Kaum ein Anlass vereint ihre Tätigkeitsfelder Standortmarketing, Kultur und Sport (SMKS) so natürlich wie der Uhrencup. Sie ist überzeugt, dass dieses Jahr mit dem Sponsoringvertrag sowie dem Marketing- und Kommunikationskonzept ein stabiles Fundament gelegt wurde, um dieses Ziel zu erreichen.

Postkartenserie und Gratisbrötchen

Leistung und Gegenleistung seien ausgeglichen, findet sie. Die Bandenwerbung der Stadt hat Grenchnern wie Auswärtige im Stadion den Standort des Uhrencups in Erinnerung gerufen. Mit der Postkarten- beziehungsweise Plakatserie habe die Stadt etwas in der Hand, das über die drei Spieltage hinaus Ausstrahlung hat. Die Serie sei beim jährlichen Wettbewerb der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG) eingereicht worden. Die Brötliverteilaktion habe geholfen, ihr neu geschaffenes Ressort bekanntzumachen. «Ich hatte viele gute Gespräche mit Leuten. Eine Frau war von ihrer Familie extra losgeschickt worden, um Brötchen heimzubringen. Die Tickets, die wir mit dieser Aktion verlost haben, sind fast alle eingelöst worden», sagt Pestalozzi. Die Kunstserie und die Brötliaktion haben zusammen das Marketingkonzept gebildet. «Kein einziger Franken wurde von der Stadt für VIP-Anlässe ausgegeben», entgegnet Barbara Pestalozzi Kritikern.

Jubiläum macht nur in Grenchen Sinn

«Wenn man einen guten Anlass haben will, kostet das etwas.» Die SMKS-Leiterin will dem Gemeinderat im Oktober beliebt machen, den Betrag von 40 000 Franken als jährlich wiederkehrenden Beitrag an den Uhrencup ins Budget aufzunehmen. Zudem hat die Gemeinderatskommission heuer 30 000 Franken für das Marketingkonzept als Nachtragskredit gesprochen. Dazu kommen Leistungen der Stadtpolizei wie Parkplatzsignalisationen im Wert von 12 000 Franken. Diese beiden Posten müssen Jahr für Jahr neu ausgehandelt und dem Gemeindrat beantragt werden.

Barbara Pestalozzi rechnet damit, dass sich die Aufwendungen für den Uhrencup 2010 in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie 2009. Die wichtigste Gegenleistung der Turnierleitung ist für sie die Hoffnung, dass der Uhrencup auch künftig in Grenchen stattfinden wird. «Diesmal wars die 48. Austragung. Wir nähern uns der 50., und die Feier dieses Jubiläums macht nur in Grenchen Sinn, wo der Uhrencup entstanden ist.»

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