EuroAirport
Erste Flugzeuge heben in Basel ab

Am EuroAirport Basel-Mulhouse (EAP) wurde am Dienstag der Betrieb wieder aufgenommen. Bis Normalbetrieb herrscht, kann es aber noch Tage dauern.

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Muriel Mercier

Zwar können Flugzeuge den EuroAirport (EAP) seit gestern Morgen wieder anfliegen oder auf dessen Pisten starten. Doch das Wort «Normalbetrieb» mag derzeit noch niemand in den Mund nehmen. Für die Verantwortlichen ist dies keine Überraschung. Es sei klar, «dass der Flugbetrieb erst langsam in Gang kommt», sagte EAP-Sprecherin Vivienne Gaskell. Noch immer seien nicht alle europäischen Flughäfen geöffnet - nach wie vor wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjalla. «Die Flüge», so Gaskell, «müssen nun europaweit neu geordnet werden.» Dies verheisse eine sehr aufwändige logistische Arbeit.

Um 8 Uhr hatte gestern der EAP den Flugbetrieb wieder aufgenommen. Bereits fünf Minuten später hob die erste Maschine - von Air Berlin - in Richtung Palma de Mallorca ab. Zwei weitere Passagierflugzeuge - eines der Air Berlin und eine Boeing MD-90 der Schweizer Airline «Hello» - steuerten später vom EAP aus dieselbe Feriendestination an. Diese drei Flüge machten die Zwischenbilanz aus, als die bz gegen 14.30 Uhr beim EAP nachfragte. Gelandet war zu jenem Zeitpunkt noch keine Maschine. Zum Vergleich: An einem «normalen» Dienstag sind am Basler Flughafen 168 Starts und Landungen geplant.

Sichtkontrollen werden intensiviert

Doch trotz der erneuten Annullierungen stürmten gestern keine ungeduldigen Passagiere in die Schalterhalle. Grund: «Die Leute können und müssen sich bei ihrer Fluggesellschaft informieren, ob ihr Flugzeug startet», sagte Gaskell. Den vergeblichen Weg zum Flughafen ersparen sie sich auf diese Weise.

Die Fluggesellschaften setzen allerdings alles daran, ihre normalen Flugpläne so rasch wie möglich wieder aufzunehmen. «Wir wollen unsere Flugzeuge eigentlich ab jetzt sofort nach Plan starten lassen», betont Sonja Ptassek, Mediensprecherin der Swiss. Noch ausgenommen sind jene Maschinen, die nach Paris, Lyon, Warschau, Stockholm, Kopenhagen und in die Länder Deutschland und England fliegen, denn da seien die Lufträume noch geschlossen.
Kurz nach 10.30 Uhr landete gestern die erste Swiss-Maschine aus Lugano in Zürich. Jene Swiss-Passagiere, die im Ausland seit Tagen festsitzen, brauchen noch Geduld: Sie müssen auf neue Tickets warten. «Zuerst werden diejenigen transportiert, die ein Ticket für den heutigen Tag haben», sagte die Swiss-Sprecherin, die zudem unterstrich: «Landen die Swiss-Flugzeuge in der Schweiz, werden sie intensiven Tests unterzogen.» Bei der Lufthansa wird genauso vorgegangen. «Wir klären ab, ob auf der Maschine Asche-Ablagerungen sind und ob man mit Folgeschäden rechnen muss», vermerkte die Sprecherin Karin Weber.

Wie lange es dauern wird, bis alle Flugzeuge am EAP nach Plan starten, wollte Gaskell nicht prognostizieren. «Es wird auf jeden Fall noch ein paar Tage dauern. Zurzeit weiss ja niemand, ob die Aschewolke des Vulkans über Europa noch länger hängen bleibt.»

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