Ein im Mai 2013 aus Freiburg im Breisgau verschwundenes Mädchen ist wieder zu Hause. Die heute 18-jährige Jugendliche sei wieder bei ihrer Mutter, bestätigte die Polizei am Freitag. Zuerst hatte die «Badische Zeitung» darüber berichtet.

Die damals 13-Jährige war mit einem 40 Jahre älteren Mann untergetaucht. Nach ihm wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Beide hatten sich über das Internet kennengelernt.

Die Mutter der 18-Jährigen schrieb auf Facebook am Freitag, dass ihre Tochter über das Soziale Netzwerk Kontakt aufgenommen habe. Sie sei dann von Freunden in der Nacht aus dem italienischen Mailand abgeholt worden.

Heimliche Treffen in Hotels

In der kommenden Woche will die Polizei Maria H. vernehmen, um zu erfahren, wie das Mädchen die vergangenen fünf Jahre verbracht hat. In der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 2013 war Maria H. bei der Polizei vermisst gemeldet worden. Sie soll mit dem damals 53-jährigen Bernhard H. aus Nordrhein-Westfalen untergetaucht sein. Das Mädchen hatte ihn im Internet kennengelernt, er hatte sich im Chat als Teenager ausgegeben.

Vor ihrem Verschwinden hatten sich die Beiden mehrmals heimlich in Freiburger Hotels getroffen. Die eigene Ehefrau hatte Bernhard H. zuvor schon angezeigt, weil er sich im Netz an Minderjährige heranmachte.

Auch wenn die damals Minderjährige freiwillig mit H. mitgegangen sein sollte, hat er sich strafbar gemacht. Die Vorwürfe lauten Kindesentziehung in einem besonders schweren Fall und sexueller Missbrauch eines Kindes. (sda/watson.ch)