Die Fahrt ins Ungewisse

Vom touristischen Thailand schon genug, reiste die Aargauer Familie Brader mit einem Bus weiter, ohne zu wissen, wohin. Weiter im Norden machten die Braders erste Versuche, Thailändisch zu sprechen - sehr zur Erheiterung der Einheimischen.

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Braders in Thailand

Braders in Thailand

Nach ein paar Tagen Phuket und drei Nächten in Khao Lak hatten wir uns in Thailand gut eingelebt. Die Zeit war gekommen weiter zu reisen und wir waren uns alle einig, dass wir dem touristischen Thailand den Rücken kehren wollten. Busse aus Khao Lak fuhren nach: Ranong, Surat Thani, Khuraburi oder Chumphon. Für uns tönt dies alles chinesisch, äh sorry, thailändisch. In all diesen Städten gibt es irgendwelche Besucheranreize, so hatten wir die Qual der Wahl und konnten uns nicht wirklich entscheiden.

Die Braders Eine Familie, die ein ganzes Jahr zusammen auf Weltreise geht, ist speziell, keine Frage. Chef-Weltreisender ist Vater Reto, 44. Er arbeitete bereits längere Zeit im Ausland, unter anderem für Hewlett Packard im kanadischen Edmonton, wo auch die beiden Söhne zur Welt kamen. Reto ist Ingenieur der Elektrotechnik und führt einen MBA-Titel. Zuletzt hat er als General-Manager den Marktaufbau für Pixelmetrix in Europa und Asien geleitet. Mutter Evelyne, 38, ist Künstlerin und Galeristin und kommt aus Würenlos. Sie ist ausgebildete Bildhauerin und verkuaft ihre Arbeiten über führende Galerien. Andrin feierte seinen 13. Geburtstag auf der Queen Mary 2. Er steht auf Robbie Williams, Mr. Bean und Spongebob. Roman ist mit 12 das jüngste Familienmitglied, findet den kleinen Nils toll und spielt selber gerne Fussball - oder auch mal eine Schneeballschlacht. Die Reise kann auf verschiedenen Kanälen mitverfolgt werden: auf a-z.ch schreibt Evelyne Brader exklusiv von ihrer Reise. Und auf ihrer Website publizieren die Braders viele Fotos - und je ein persönliches Tagebuch.www.messageinabottle.ch  

Die Braders Eine Familie, die ein ganzes Jahr zusammen auf Weltreise geht, ist speziell, keine Frage. Chef-Weltreisender ist Vater Reto, 44. Er arbeitete bereits längere Zeit im Ausland, unter anderem für Hewlett Packard im kanadischen Edmonton, wo auch die beiden Söhne zur Welt kamen. Reto ist Ingenieur der Elektrotechnik und führt einen MBA-Titel. Zuletzt hat er als General-Manager den Marktaufbau für Pixelmetrix in Europa und Asien geleitet. Mutter Evelyne, 38, ist Künstlerin und Galeristin und kommt aus Würenlos. Sie ist ausgebildete Bildhauerin und verkuaft ihre Arbeiten über führende Galerien. Andrin feierte seinen 13. Geburtstag auf der Queen Mary 2. Er steht auf Robbie Williams, Mr. Bean und Spongebob. Roman ist mit 12 das jüngste Familienmitglied, findet den kleinen Nils toll und spielt selber gerne Fussball - oder auch mal eine Schneeballschlacht. Die Reise kann auf verschiedenen Kanälen mitverfolgt werden: auf a-z.ch schreibt Evelyne Brader exklusiv von ihrer Reise. Und auf ihrer Website publizieren die Braders viele Fotos - und je ein persönliches Tagebuch.www.messageinabottle.ch  

Nach langem und intensivem Debattieren betreffend der Routenplanung, kam mir plötzlich DIE Idee und so fragte ich in die Runde: „Warum hüpfen wir morgen nicht einfach auf den erstbesten Bus, der uns begegnet und wir lassen uns vom Ziel überraschen." Reto und Roman fanden dies sofort super spannend, Andrin würde lieber das Ziel genau wissen, liess sich dann aber von der Begeisterung der anderen anstecken.

So packten wir heute Morgen die Rucksäcke und marschierten bei heiss-schwülen Temperaturen an die Bushaltestelle. Da sassen wir. Nach zweieinhalbstündigem Warten kam ein Bus angerollt und wir stiegen ein. Die Spannung war gross, denn wir hatten nicht wirklich eine Ahnung, wohin uns die Fahrt bringen würde!

Die Reise führte gegen Norden, durch abgelegene Dörfer, vorbei an weitläufigen Gummi- und Ananasplantagen, gigantischen Fischzuchten, bescheidenen Häusern und schmucken Tempelanlagen. Weg von der Küste und der dazugehörenden Landschaft, brachte uns die Fahrt immer weiter in eine schroffe Hügellandschaft. Tropische Wälder säumten den Weg, Bambusse ragten weit gegen den Himmel, die wundervollen Palmen und bunten Blumen konnte man im üppigen Grün kaum mehr ausmachen.

Der Bus machte einen Tankstop und kurz darauf hielt er vor einer Verpflegungsstation an. Uns wurde erklärt, dass wir hier einen 15 Minuten Halt machen würden und wir uns im Innern verpflegen könnten. Gesagt getan, ging es keine zwei Minuten und schon waren wir vier über die Stände verteilt und jeder versuchte so gut es ging mit Händen und Füssen den lokalen Köchen unsere Vorliebe fürs Mittagessen weiss zu machen. Das Gekochte, welches wir erhielten, mundete einmal mehr vorzüglich. Die Reise ging pünktlich weiter und wir wurden bald einmal vom Billetkontrolleur zum Aussteigen aufgefordert.

So, hier sind wir nun: Khuraburi, Südthailand. Von Pauschaltourismus ist hier weit und breit keine Spur. Kein Geschrei nach ‚Madam wollen Massas' oder das Anpreisen von ‚Boss, brauchen Anzug - saubillig'! Es gibt hier nichts mehr in unserer Schrift angeschrieben. Das gefällt uns, wir fühlen uns so richtig abenteuerlich! Wir fragen uns durch und finden schnell zwei bescheidene Bungalows angeboten für umgerechnet sFr 16.- (für beide)! Mit ein paar Übersetzungen auf einem Blatt erkunden wir die Stadt. Wir sind definitiv die heutige Belustigung der Khuraburaner und sie unterhalten sich königlich an unserem Versuch, Thailändisch zu sprechen. Unsere Aussprache bringt jedes tropische Eis in Sekundenschnelle zum Schmelzen!

Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Fahrt ‚viermal einfach'!

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