Strassenbau
Damit es wieder besser rollt im Fricktal

Welche Strassen im Fricktal werden saniert, wann sind sie wieder befahrbar und wie teuer sind die Massnahmen? Die AZ ging diesen Fragen nach.

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Baustelle Mumpf

Baustelle Mumpf

Aargauer Zeitung

Pirmin Roos, Susanne Hörth

Eine Ampel, die auf Rot steht, nur einbahnig zu befahrende Dorfdurchfahrten: in manchen Fricktaler Gemeinden ist zurzeit Geduld von Verkehrsteilnehmern gefordert. Nicht immer einfach für die Strassenarbeiter. Nicht selten sind sie es, die den aus Ungeduld entstandenen Ärger von so manchem Automobilisten in wortstarken Äusserungen entgegen nehmen müssen. Gleichwohl ist es keine Schikane den Verkehrsteilnehmern gegenüber, sondern vielmehr eine Dienstleistung. Denn wer schätzt nicht eine gute Strassenbreite, sichere Strassenränder und vor allem ein guter Belag.

Weihnachtsgeschenk

Ein baldiges Ende zeichnet sich bei den Strassenarbeiten in Eiken ab. Die grossen Hauptarbeiten an der Laufenburgerstrasse sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Der Einbahnverkehr wird somit aufgehoben. Im neuen Jahren werden noch Lärmschutz-Installation und weitere Belagsarbeiten folgen. Letztere Arbeiten werden den Verkehr nur noch durch Lichtsignale beeinträchtigen. Die mühsame Umleitung über die Gemeinde Stein, die knapp zehn Minuten Fahrzeit ausmacht, wird den Verkehrsteilnehmern erspart. Spätestens im Sommer 2010 sollte die letzte Arbeit auf der Eiker Baustelle erledigt sein. Die Kosten, die sich aus Strassenbelag, Radweg, Bachrenaturierung und dem Lärmschutz zusammensetzen, summieren sich auf 2,5 Millionen Franken. Die Gemeinde Eiken beteiligt sich daran mit 750 000 Franken. Kanton und - ausnahmsweise der Bund - übernehmen den Rest.

Auch aus Mumpf eine erfreuliche Nachricht: Zwischen 19. Dezember und 13. Januar muss niemand bei Rot stehen bleiben. Danach aber werden gleich zwei Lichtsignale installiert. Offiziell ist die erste Bauetappe, die die Brückensanierung und den neuen Strassenbelag beinhaltet, heute Freitag beendet. Doch die Sperrung bleibt weiter aufrecht erhalten für Anpassungen und Wasserleitungsbau. Die 2. Bauetappe, die das Dorfende Richtung Möhlin betrifft, lässt noch auf sich warten. 2010 beginnt die Projektierung. In Mumpf beträgt der Gemeinde-Beitrag 1,5 Millionen Franken. Das Gesamtprojekt der 1. Bauetappe beziffert sich auf 3,85 Millionen Franken.

Aktives Mettauertal

Im Mettauertal tut sich einiges. In Wil wurde im Februar dieses Jahres mit der Sanierung des rund 600 Meter langen Abschnittes begonnen. Im Zuge der Sanierung, der künftig einheitlich sechs Metern breiten Kantonsstrasse wird auf der gesamten Länge des Strassenstückes ein einseitiges Trottoir erstellt. Die Kosten für die Sanierung betragen insgesamt 2,3 Millionen Franken. In Wil übernimmt der Kanton für die Strassensanierung 65 Prozent. Im Zuge der Belagssanierungen werden vielerorts auch Werksleitungen ersetzt. Die Kosten für diese Arbeiten gehen vollumfänglich zulasten der Gemeinden.

Auch Hottwil saniert die Kantonsstrasse. Ende Juni 2010 werden voraussichtlich die Arbeiten beendet sein. Hier muss die Gemeinde 38 Prozent übernehmen, sprich 1,1 Millionen Franken.

Gansingen saniert zurzeit ausserorts den Belag Richtung Bürensteig. Die Gemeinde wird somit erst im nächsten Jahr zur Kasse gebeten. Denn erst dann soll die Kantonsstrasse durch das Dorf saniert werden. Ein verbindlicher Baubeginn konnte noch nicht vereinbart werden.

Im November 2008 wurde in Schwaderloch mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Diese dauern laut Planung des Kantons noch bis Ende Juni 2010. In Schwaderloch beträgt der Verteilschlüssel weniger als üblich. Die Gemeinde beteiligt sich mit einem Viertel an den Kosten, die rund 2,6 Millionen Franken betragen.

In Laufenburg neigt sich der Ausbau der Kantonstrasse dem Ende entgegen. Ende Jahr soll die gesamte Strasse für den Verkehr freigegeben werden.

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