Brugg

Bruggs alte Post kommt unter Denkmalschutz

Gerettet: Die Alte Post in Brugg ist jetzt unter kantonalen Denkmalschutz gestellt worden. (lp)

Statt kein Schutz jetzt kantonaler Schutz

Gerettet: Die Alte Post in Brugg ist jetzt unter kantonalen Denkmalschutz gestellt worden. (lp)

Petitionäre freuen sich: Das markante Gebäude in Brugg muss gegen den Willen des Stadtrates erhalten werden. Damit ist eine wichtige Rahmenbedingung für den Studienauftrag für die Zentralisierung der Brugger Stadtverwaltung festgesetzt worden.

Louis Probst

«Für uns bedeutet der kantonale Schutz für die Alte Post, dass eine neue Ausgangslage für den Studienauftrag für die Zentralisierung der Verwaltung eingetreten ist», sagt Stadtammann Daniel Moser. «Mit dem Schutz des Gebäudes ist jetzt die Situation geklärt.»

Stadtrat war für Abbruch

Bis jetzt hatte der Stadtrat keinen Hehl aus seiner Absicht gemacht, anstelle der Alten Post einen Verwaltungsneubau zu erstellen. Auf Antrag des Stadtrates hin war die Alte Post denn auch im März des letzten Jahres durch den – knappen – Beschluss des Einwohnerrates aus dem kommunalen Schutz entlassen worden. Die Kantonale Kommission für Denkmalschutz beantragte jedoch dem Regierungsrat, die Alte Post unter kantonalen Schutz zu stellen. Sie begründete ihren Antrag damit, dass das 1893/1894 durch die Badener Architekten Dorer und Füchslin erbaute Gebäude «zum bauhistorisch wichtigen Erbe der Stadt an städtebaulich wichtiger Stelle» gehöre. Wie der Stadtrat betont, habe er sich dieser «einseitigen fachlichen Beurteilung» nicht anschliessen können. Im Interesse eines zügigen Vorgehens habe er jedoch auf eine langwierige und kostspielige Auseinandersetzung und damit auf eine Anfechtung der regierungsrätlichen Verfügung verzichtet. Denn die Stadtverwaltung sei dringend auf neue Räume angewiesen, und eine Verzögerung hätte enorme Nachteile.

Glückliche Petitionäre

Freude ausgelöst hat der Entscheid aus Aarau beim Petitionskomitee, das für den Erhalt der Alten Post 1182 Unterschriften gesammelt hatte. «Wir freuen uns natürlich über den Beschluss», sagt Titus J. Meier vom Komitee. «Er zeigt, dass unsere Beurteilung geteilt wird. Wir wissen natürlich nicht, welchen Einfluss unsere Petition hatte. Aber wir sind glücklich über den Entscheid des Regierungsrates.»

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