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BP verbreitet neuen Optimismus

BP verspricht für nächste Woche «messbare Verbesserungen»: Eine weitere Glocke soll zum Leck abgelassen werden. Bis heute sollen bereits 189 Millionen Liter Öl in den Ozean gelangt sein.

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Ölpest im Golf von Mexiko
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 Barrieren gegen Ölpest
 Die Grafik einer amerikanischen Umweltbehörde zeigt eindrücklich, wie sich die 4000 Öl- und Gasbohrtürme der Küste entlang ziehen.
 Die grösste Bohrinsel der Welt, die Thunderhorse, wurde 2005 von einem Orkan beschädigt. Passiert ist zum Glück nichts.
 Die einstige Piratenbucht Barataria Bay am 8. Juni: Vom Öl eingeschlossen.
 Boote verbrennen gezielt einzelne Ölflecken im Wasser.
 Die Transocean Discover Enterprise wird direkt über der gesunkenen Bohrinsel Deepwater Horizon eingesetzt, um natürlich aufsteigende Gase zu verbrennen.
Das Öl strömte lange aus
Öl an der Küste von Louisiana
Ölpest im Golf von Mexiko
Ölpest im Golf von Mexiko
Ölpest im Golf von Mexiko
Ölpest im Golf von Mexiko
Ein brauner Pelikan wird von Öl befreit Ein brauner Pelikan wird von Öl befreit
EIn Kind schaut Männern zu, die am Strand von Dauphin Island nach Ölklumpen suchen EIn Kind schaut Männern zu, die am Strand von Dauphin Island nach Ölklumpen suchen
Mit allen Mitteln wird gegen die Ölpest angekämpft Mit allen Mitteln wird gegen die Ölpest angekämpft

Ölpest im Golf von Mexiko

Der Chefingenieur des Ölkonzerns hat angekündigt, das der Ölaustritt bis zum nächsten Dienstag fast vollständig gestoppt sein wird. Von da an soll nur noch ein kleines Rinnsal austreten.

Der Konzern hat diese Aussage allerdings schnell relativiert. Von einem «Rinnsal» könne in absehbarer Zeit noch nicht gesprochen werden. BP gibt sich aber optimistisch, bis nächste Woche «messbare Fortschritte erzielen zu können».

Glocke soll helfen

Fortschritte sollen abermals mit einer Auffangglocke erreicht werden. Beschleunigt werden die Anstrengungen mit Hilfe eines zweiten Schiffs, das herbeigezogen wird.

Aus Regierungskreisen heisst es, dass es noch bis Ende August dauern soll, bis das Leck komplett verschlossen ist. Bis sollen bereits 189 Millionen Liter Öl in den Ozean gelangt sein.

Vierter Besuch von Obama

Nächste Woche wird Obama bereits zum vierten Mal seit Beginn der Katastrophe in Krisengebiet reisen. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, wird der US-Präsident die drei betroffenen Staaten Mississippi, Florida und Alabama besuchen.

Obama steht nach wie vor unter Druck, weil ihm vorgeworfen wird, die Bemühungen zur Beseitigung der Katastrophe zu lange BP allein überlassen zu haben.

Für Obama müsste BP-Chef Hayward bereits entlassen sein. Wäre er dessen Vorgesetzter, hätte er «diese Quasselstrippe» längst rausgeworfen, sagte er Dienstags in einem Interview.

Vorläufig werden die beiden aber weiterhin zusammenarbeiten müssen. (mik)

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