Philatelie

Auktion in Zürich: 239'000 Franken für eine «Zürich 6»

Sammler legen ein Vermögen für seltene Marken hin (Archiv)

Sammler legen ein Vermögen für seltene Marken hin (Archiv)

Während die Weltwirtschaft unter der Finanzkrise leidet, hat sich der Briefmarkenmarkt in Zürich in bester Verfassung präsentiert. Insgesamt sieben Marken wechselten bei der Versteigerung des Auktionshauses Corinphila für über 100'000 Franken die Hand.

Spitzenstück der nun zu Ende gegangenen Auktion war ein zusammenhängender Block von 6 Briefmarken der "Zürich 6", der ersten Briefmarke der Schweiz zu 6 Rappen aus dem Jahre 1843, wie das Briefmarkenauktionshaus mitteilte. Der Block kam für 239'000 Franken unter den Hammer.

Ebenfalls 239'000 Franken geboten wurden für eine kanadische 12 Pence Marke aus dem Jahre 1851 mit dem Bild der englischen Königin Victoria. Die Briefmarke wurde bereits 1966 und 1980 vom Auktionshaus Corinphila versteigert und wechselte vor einigen Jahren für 126'000 Franken den Besitzer.

Eine "senkrecht verkehrt geschnittene Doppelgenf" auf einem Brief wurde für 179'000 Franken verkauft. Neben vier Schweizer Briefmarken erzielte auch eine chinesische Briefmarke aus dem ehemaligen deutschen Pachtgebiet Kiautschou 137'000 Franken.

Mit einem Auktionszuschlag von 120'000 Franken versteigert wurde laut dem Auktionshaus ein von Triest nach Java beförderter Brief mit österreichischen Briefmarken aus dem Jahr 1864.

Die Auktion in Zürich habe gezeigt, dass der Markt für seltene klassische Briefmarken nach wie vor gut sei, sagte Karl Louis, Geschäftsführer des ältesten Schweizer Briefmarkenauktionshauses Corinphila. Viele Philatelisten legten das Geld in der gegenwärtigen Finanzkrise mangels anderer Alternativen und aus Furcht vor Inflation lieber im Briefmarkenalbum an.

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