Bus-Pulling
Anpacken nach Weisswürsten

Nicht auf der «Münchner Wiesn», sondern auf dem Lenzburger Hypiplatz bei der Poststrasse fand am Samstag das vom Gewerbeverein organisierte zweite Oktoberfest statt.

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Bus-Pulling

Bus-Pulling

Aargauer Zeitung

Margrit Rüetschi

Anders als im letzten Jahr, wo es laut Präsident Erich Renfer in Strömen regnete, floss diesmal nur der Gerstensaft in Strömen. «Azapft is» hiess es kurz vor dem Mittagessen. Die Ehre des Anzapfens wurde Vizeammann Jakob Salm zuteil. Fürs Oktoberfest mutierte er, ganz nach Münchner Vorbild, zum Bürgermeister. Zum Oberbürgermeister wurde Stadtammann Hans Huber ernannt. Die Magistraten mit Begleitung wurden mit Kutsche und Tambouren beim Rathaus abgeholt und zum Oktoberfest geführt.

«Jetzt freuen wir uns auf grosses Publikum», sagte Erich Renfer nach dem Anzapf-Ritual. Und so fanden sich die Gäste nach dem Samstagseinkauf nach und nach auf dem Rummelplatz ein. Hier duftete es köstlich nach Weisswürsten und Sauerkraut, nach Bretzeln und Backhendln. Eine Live-Band im Trachtenlook machte die Oktoberfest-Stimmung komplett.

Muckis beim Bus-Pulling gefragt

Neben diversen Rahmen-Veranstaltungen wie Holzhacken und einem Kinderkarussell passte die Austragung des zweiten Lenzburger Swiss Open Bus Pulling am Nachmittag perfekt zur Oktoberfest-Stimmung auf dem Hypiplatz. Mittlerweile säumte viel Volk den Strassenrand, die Teilnehmer wurden mit «Zieh, zieh» lautstark angefeuert.

Als sackstarke Herausforderer war ein Team aus Saarbrücken angesagt. War am Morgen schon beim Anzapf-Ritual Muskelkraft gefragt, kamen die «Muckis» jetzt doppelt zum Tragen.

Das kraftheischende Spektakel, bei dem als Preis eine «Stange» Bargeld winkte, wollte sich niemand entgehen lassen. Beim Wettbewerb, an dem rund ein Dutzend Mannschaften und eine «Frauschaft» mitmachten, galt es, einen zwölf Tonnen schweren RBL-Bus mit reiner Muskelkraft zu bewegen und in kurzer Zeit über die Ziellinie zu bringen. «Eine noch ökologischere Variante als ein mit Hybrid-Motor betriebener Bus», scherzte RBL-Chef René Bossard. Er machte selber im motivierten Team der RBL-Angestellten mit. Als Gewinner schwang das Strong-Men-Team aus Höri (20,86 Sekunden) obenaus, die Herausforderer aus Deutschland kamen auf den zweiten (22,25 Sekunden) und das Pulling-Team aus Mühlau-Oberfreiamt (24,55 Sekunden) auf den dritten Platz.

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