Monti

Am Hotel die Finger verbrannt

Am Hotel die Finger verbrannt

Am Hotel die Finger verbrannt

Die Döttingerinnen und Döttinger wollen nicht, dass die Gemeinde das seit Ende letzten Jahres geschlossene Hotel Monti kauft. Eine an der Gemeindeversammlung beantragte Machbarkeitsstudie für die Liegenschaft wurde klar ablehnt.

Angelo Zambelli

Die Wogen gingen hoch, als gegen Schluss der Versammlung das Kreditbegehren über 120'000 Franken für eine Machbarkeitsstudie Hotel Monti behandelt wurde. Gemeindeammann Peter Hirt erinnerte daran, dass das Hotel beim Bahnhof bis zu seiner Schliessung vor bald einem halben Jahr ein nicht unwesentlicher Teil der Gemeinde war und der Gemeinde wie auch der Bevölkerung die Durchführung verschiedener Anlässe (Seniorenessen, Informationsveranstaltungen, Vereinsanlässe, Generalversammlungen, Hochzeiten etc.) ermöglichte. Ausserdem habe das Monti Touristen und dem Montagepersonal grosser Firmen eine Übernachtungsmöglichkeit geboten.

Der Gemeinderat wollte mit der Machbarkeitsstudie abklären lassen, welche Möglichkeiten bestehen, das Hotel weiter zu führen.

Idee des Rats kam bei der Gemeinde gar nicht gut an

Mit seinem Begehren kam der Rat beim Souverän gar nicht gut an. Es könne nicht sein, dass sich der Gemeinderat um den Erhalt eines Gastronomiebetriebes kümmere, lautete ein Votum. Der Kauf des Hotels sei ein Fass ohne Boden, das Geld für die Machbarkeitsstudie könne man sich sparen, tönte es aus einer anderen Ecke der Turnhalle.

Ein weiterer Votant meinte, er könne aus dem Stand fünf Büros nennen, die eine Machbarkeitsstudie für einen Zehntel des vorgeschlagenen Betrages erarbeite. Ein weiterer Stimmbürger forderte den Gemeinderat gar auf, er solle die 120 Tausendernoten in die Aare schmeissen. So hätten wenigstens die Fischer etwas davon.

Die weiteren Argumente gegen den Kredit in Kurzform: «schlecht durchdachte Vorlage», «konzeptloses Vorgehen», «zu viel Risiko», «schade um jeden Franken» – aber auch «Gratulation dem Gemeinderat für den Mut zur Wirtschaftsförderung» und «die Gemeinde könnte einen Kauf und eine Sanierung vorfinanzieren, damit das Hotel weiter bestehen kann». In der Abstimmung wurde der Kredit für die Machbarkeitsstudie mit grossem Mehr abgeschmettert.

Ja zur Studie «Chilbert»

Projekte rund um das alte Schulhaus waren in der Vergangenheit regelmässig zum Scheitern verurteilt. Dies veranlasste Walter Benz an der Winter-Gemeindeversammlung 2009, den Gemeinderat mit einem Überweisungsantrag zu beauftragen, an der nächsten Gmeind einen Kredit für einen Architekten-Wettbewerb über die Parzellen des alten Gemeindehauses inklusive die Parzellen am Chilbert zu traktandieren.

Ein beigezogener Architekt empfahl dem Gemeinderat, das neue Gemeindehaus in die Studie einzubeziehen. Mit dem von der Gemeindeversammlung abgesegneten Kredit von 170000 Franken soll eine optimale Lösung für die Raumentwicklung im Chilbert gefunden werden.

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