2,47 Millionen für die Bergstrasse

Die Sanierung der Bergstrasse ist in Roggwil schon seit vielen Jahren ein Thema. Nun liegt ein Projekt vor. Der Kredit in der Höhe von 2,471 Millionen Franken kommt im Dezember vor die Gemeindeversammlung.

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Bergstrasse

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az Langenthaler Tagblatt

Steuersatz bleibt gleich

Das Budget der Gemeinde Roggwil rechnet bei einem Aufwand von rund 23,831 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 23,531 Millionen Franken mit einem Verlust von nicht ganz 300 000 Franken. Dieser sei noch knapp zu verkraften, schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft zur Gemeindeversammlung. Das Eigenkapital beträgt gegenwärtig knapp 333 000 Franken. Die mittel- und langfristigen Schulden der Gemeinde betragen im laufenden Jahr zwei Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 3,098 Millionen Franken. Der Gemeinderat beantragt der Versammlung zudem einen gleich bleibenden Steuersatz von 1,45 Einheiten, eine unveränderte Liegenschaftssteuer von 1,2 Promille und eine Hundetaxe von 50 Franken je Hund.
Als weiteres Traktandum steht die Totalrevision des Gebührenreglementes auf der Liste. Das bisherige Reglement sei veraltet, sagt dazu Daniel Baumann, Geschäftsleiter der Gemeinde Roggwil. Das neue beinhalte annähernd verursachergerechte Gebühren, wie dies vom Kanton vorgeschrieben werde und in den meisten anderen Gemeinden bereits üblich sei. (iba)

Die Bergstrasse in Roggwil ist schon lange sanierungsbedürftig. Nun hat eine Arbeitsgruppe aus der Bau- und Betriebskommission, zusammen mit den Ingenieurbüros Scheidegger AG und Siegrist AG aus Langenthal, Sanierungsprojekte und Kosten zusammengestellt. Diese belaufen sich inklusive Werkleitungen auf total 2,471 Millionen Franken.

Die Bergstrasse wird in zwei Etappen saniert. Der erste Teil, ab Brennofenstrasse bis zur Kreuzung Höhenweg, soll im Jahr 2010 erfolgen. Bedingt durch den Bauablauf und den Strassenzustand wird vorgängig der Ausbau des Flurweges erfolgen. Die zweite Etappe ein Jahr später, erstreckt sich von der Kreuzung Höhenweg bis zum Ende der Bergstrasse Richtung Flurweg zum Waldfestplatz.

Bisher gab es für Autos und Lastwagen keine Wendemöglichkeit am oberen Ende der Bergstrasse. Die Ingenieurbüros haben nun drei Varianten ausgearbeitet. Eine davon wird der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember zur Genehmigung empfohlen. Diese kostet zwar im Bau mehr, dafür im Unterhalt weniger.

Zugang für Rettungsfahrzeuge

Diese Variante beinhaltet den Ausbau des Flurweges zu einem Ringschluss in den oberen Schmittenweg. Der Flurweg wird im gleichen Profil verstärkt und mit einer einschichtigen Tragdeckschicht versehen. «Diese Variante bietet Gewähr für eine dauerhafte und sichere Strassenvebindung zwischen der Bergstrasse und dem oberen Schmittenweg - insbesondere für den Langsamverkehr», schreibt der Gemeinderat im Projektbeschrieb. «Zudem könnten die jährlichen Unterhaltskosten deutlich gesenkt oder sogar eliminiert werden», heisst es weiter.

«Ein wichtiger Vorteil dieser Variante ist es, dass zum Beispiel Lösch- und Rettungsfahrzeuge von beiden Seiten Zugang haben», sagt Ewald Kaiser, Leiter Bau und Betriebe in der Gemeinde Roggwil, dazu. An den Sanierungskosten für den Flurweg beteiligt sich die Burgergemeinde mit 15 000 Franken, zudem wird das Land der Wegparzelle, unter Vorbehalt der Zustimmung der Burgergemeindeversammlung, kostenlos an die Einwohnergemeinde abgetreten.

Aber nicht nur die Strasse wird saniert. Gleichzeitig werden sämtliche Werkleitungen erneuert respektive ersetzt. Die Elektrizität wird in der ganzen Bergstrasse noch über Freileitungsmasten übertragen. Neu wird die Leitung in die Strasse verlegt, alte und zu kleine Kabel werden ausgetauscht. Die überalterte Strassenbeleuchtung wird ebenfalls erneuert, so dass die Unterhaltskosten künftig auch hier reduziert werden können.

Die Wasserleitungen sind über hundert Jahre alt und werden ebenfalls saniert. Hier sind gemäss Gemeinderat vom Kanton Subventionen zu erwarten. Die Kanalisation wurde im Jahr 2003 mittels Kanalfernsehen aufgenommen und beurteilt. Aus dem Bericht geht hervor, dass ebenfalls Massnahmen erforderlich sind, diese also auch erneuert wird.

Verkehrsbehinderungen

Mit der ersten Bauetappe soll im Mai begonnen werden, sie dauert voraussichtlich bis Ende Jahr. Ob und wie lange die Strasse während der Bauarbeiten geschlossen wird, kann Kaiser nicht sagen. Die Verkehrsführung obliege den Ingenieurbüros. «Selbstverständlich muss während der ganzen Zeit jede Liegenschaft erschlossen sein», sagt Ewald Kaiser. «Vielleicht für kurze Zeit und Strecken lediglich zu Fuss». Die Anwohner würden zu gegebener Zeit entsprechend orientiert.

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