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Privatflug aus Surinam: Fifa dementiert Vorwürfe gegen Präsident Infantino

Gerechtfertigt oder ungerechtfertigter Rückflug in die Schweiz? Gianni Infantino, Präsident des Weltfussballverbands, steht unter Druck.

Gerechtfertigt oder ungerechtfertigter Rückflug in die Schweiz? Gianni Infantino, Präsident des Weltfussballverbands, steht unter Druck.

Fifa-Chef Gianni Infantino wird vorgeworfen, intern einen falschen Grund für einen Charterflug zurück in die Schweiz angegeben zu haben. Der Weltfussballverband sieht jedoch keinen Regelverstoss.

(dpa/wap/sat) «Der Fifa-Präsident besuchte Surinam im April 2017 im Rahmen einer Reise in die Concacaf-Region», antwortet die Fifa am Wochenende auf Anfrage. Und weiter erklärte der Weltfussballverband: Der Rückflug seines Präsidenten aus Surinam habe «den Regeln und Vorschriften der Fifa» entsprochen. Es ist jedoch nicht der erste Flug Infantinos der zu reden gibt. So flog er bereits 2016 im Privatjet des Emirs von Katar zu einem der Treffen mit Bundesanwalt Michael Lauber nach Zürich. Zwar hatte die Fifa einen Linieflug gebucht, aber der Chef erwischte das Flugzeug angeblich nicht.

Am Freitag hatte zuerst die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) berichtet, Infantino habe am 11. April 2017 kurzfristig einen Privatflieger statt einen Linienflug genutzt, um aus dem kleinsten südamerikanischen Land in die Schweiz zurück zu reisen. Gegenüber dem Compliance-Chef des Fussballweltverbandes habe er die dadurch anfallenden höheren Kosten im sechsstelligen Bereich mit dringenden Terminen am Folgetag in der Schweiz und in Frankreich gerechtfertigt. Unter anderem sei Infantino am Tag der Rückkehr aus Surinam mit dem Uefa-Präsidenten verabredet gewesen. Diesen Termin hat es laut «SZ» aber gar nie gegeben, da der Uefa-Chef des Kontinentalverbandes an diesem Tag in Armenien gewesen sei.

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