Schadenersatz
Jörg Kachelmann verklagt seine Ex-Geliebte

Im Prozess wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung wurde Wetterunternehmer Jörg Kachelmann freigesprochen. Nun will er von seiner Ex-Geliebten Geld. Ihr Anwalt spricht von einer «Horrorvorstellung», gibt sich aber zuversichtlich.

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Jörg Kachelmann will rund 13000 Euro von seiner Ex-Geliebten. (Archiv)

Jörg Kachelmann will rund 13000 Euro von seiner Ex-Geliebten. (Archiv)

Keystone

Kachelmann fordert laut der deutschen Zeitschrift «Bunte» von seiner einstigen Geliebten Claudia D. rund 13 000 Euro Schadenersatz; diese Summe musste der ehemalige Wettermoderator der ARD im Vergewaltigungsprozess vor dem Landgericht Mannheim für die Sachverständigengutachten ausgeben, die seine Unschuld beweisen sollten.
Angst vor weiteren Forderungen
Der Zeitschrift zufolge beschuldigt die Anwältin Kachelmanns in der Klageschrift beim Landgericht Frankfurt Claudia D., sie habe die Vergewaltigung bewusst frei erfunden und sich selbst Wunden zugefügt.
Für die 39-jährige Radiomoderatorin ist ein erneuter Prozess gemäss einer Stellungnahme ihres Anwalts Manfred Zipper eine «Horrorvorstellung». Zipper sagte der «Bunte», seine Mandantin sei zwar «mittlerweile einigermassen gefasst, aber sie befindet sich nach wie vor in Therapie». Sie habe grosse Angst, dass Kachelmann «immer neue und höhere Forderungen an sie stellt, wenn er erst einmal mit dieser Klage durchkommt». Er sei jedoch davon überzeugt, dass die Zivilklage keine Aussicht auf Erfolg habe.
D. hatte Kachelmann im Februar 2010 bei der Polizei in Schwetzingen angezeigt. Der 53-jährige Schweizer war am Frankfurter Flughafen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Im Mai 2011 wurde er aus Mangel an Beweisen freigesprochen. (AZ)

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