Diese Kinder liegen ihm am Herzen. Mit seinen Ex-Frauen sei er gemeinsam für sie da. "Ich bin solidarisch und fürsorglich und grosszügig", betont der 62-Jährige gegenüber der Zeitung "Freiburger Nachrichten". "Der Künstler Endo mag ein Rebell sein, aber privat bin ich ein Füdlibürger, der Steuern und Alimente zahlt und für den seine Kinder das Wichtigste sind."

Ins Gericht geht Anaconda mit der Welt und der Schweiz. "Wenn so vieles schiefläuft, kann ich nicht dasitzen und Katzenbildchen anschauen und über die schönen Gletscher jodeln." In der Schweiz laufe im Moment eine Heimwehwelle, stellt der Musiker fest. "Wir tun, als wären wir der Nabel der Welt, und merken nicht, dass die Welt viel mehr Einfluss auf uns hat als wir auf die Welt. Als Kosmopolit finde ich, wir sollten lieber Weltweh haben als Heimweh."

Wenig anfangen kann Anaconda mit den Neuen Medien. "Was das angeht, bin ich wirklich ein Saurier." Über seine Mails kümmere sich sein Manager, sagt er. Er selber habe nur ein Seniorenhandy. "Wenn ich da aus Versehen auf den falschen Knopf drücke, steht der kardiologische Notfalldienst vor der Tür." Verteufeln will er aber die Technologie nicht. "Man kann Gutes damit anstellen, aber man kann auch eine digitale Diktatur daraus machen."