Fabienne Mischler (25) aus Meggen hat sich tränenreich von der aktuellen Staffel des «Bachelor» auf dem TV-Sender 3+ verabschiedet. Damit ist die letzte Bewerberin aus der Zentralschweiz ausgeschieden. Bleiben noch vier Frauen, die öffentlich um das Herz des Bachelors Clive Bucher kämpfen.

Die Immobilienmaklerin Mischler, die in der Stadt Luzern bei einem Familienbetrieb arbeitet, sorgte in der Sendung für Aufsehen. Sie offenbarte das Geheimnis ihrer Mitkonkurrentin Maria und fiel durch ihr emotionales Auftreten auf, das nicht immer auf Gegenliebe stiess. Im Interview verrät Fabienne Mischler, wie sie sich als Aussenseiterin durchgebissen hat.

Fabienne Mischler, Ihr Abschied vom «Bachelor» Clive war hochemotional. Wie fühlen Sie sich heute – mit ein bisschen Distanz zu den Dreharbeiten?

Fabienne Mischler: Ganz verarbeitet habe ich es noch nicht. Aber ich konnte darüber schlafen und habe Abstand zu Clive gewonnen. Ich habe eingesehen, dass er Recht hat: Es gibt eine Seite an ihm, die einfach nicht zu mir passt.

Episode 7 von «Der Bachelor» in Bildern:

Wie kommt man eigentlich zu einem Platz im Cast des «Bachelor»?

Bei mir hat sich das alles ganz spontan ergeben. Der Sender 3+ hat mich angefragt, ob ich ans Casting kommen wolle. Einen Monat später sass ich dann schon im Flugzeug nach Thailand.

Was war das Erste, was Sie nach dem Ende der Dreharbeiten gemacht haben?

Ich habe mich sofort wieder auf die Arbeit gestürzt. (Lacht.) Ich musste sehr viel lernen, da meine Abschlussprüfungen bevorstanden.

Unter Ihren Konkurrentinnen waren Sie offenbar nicht sehr beliebt. Wie ist es dazu gekommen?

Die Stimmung mir gegenüber ist schnell gekippt. Beim Hinflug habe ich mich mit vielen ganz gut verstanden. Dann ist mir aber ein Missgeschick passiert: Aus Versehen ist mir eine Tasche auf den Kopf von Carolina gefallen. Die anderen behaupten, ich hätte mich nicht entschuldigt – als hätte ich es extra gemacht. Das stimmt natürlich nicht. Aber wie auch immer: Sie haben einfach einen Grund gesucht, mich auszugrenzen. Wenn ich A gesagt habe, haben Sie Z verstanden.

Wie sind Sie mit dieser Situation umgegangen?

Es war nicht einfach. Ich habe mir mehrmals überlegt, nach Hause zu gehen. Aber wegen Clive bin ich schliesslich geblieben. Hätte er mir nicht gefallen, wäre ich schon früher gegangen. Ich habe die Reise genossen. Als die Kameras nicht drehten, zog ich mich ins Zimmer zurück. Und morgens stand ich jeweils früher auf als die anderen, ging an den Strand und meditierte.

Was vor der Kamera geschieht, trügt oft. Welche Seiten an Ihnen hat das Publikum nicht mitbekommen?

Ich bin ein positiv eingestellter Mensch – herzensgut, hilfsbereit und offen. Ich versuche jeden Moment so zu leben, wie er ist. Das hat man am Bildschirm zu wenig gesehen, und das finde ich schade. Trotzdem: Ich bin mir selbst treu geblieben. Meine Kollegen erkennen mich alle wieder, und das ist das Wichtigste.

Bereuen Sie wirklich nichts?

Doch, natürlich. Es gibt Sprüche, auf die ich im Nachhinein lieber verzichtet hätte. (Lacht.)

Und die Geschichte mit Maria? Immerhin haben Sie ein Geheimnis weitererzählt, das sie Ihnen anvertraut hat. Nämlich, dass sie eine Woche vor Sendebeginn eine Beziehung hatte.

Die Sache mit Maria bin ich falsch angegangen. Ich hätte zuerst mit ihr direkt reden müssen. Aber ich habe nur die Wahrheit gesagt. Insofern habe ich mir nichts vorzuwerfen. Ich stehe zu dem, was ich getan habe. 

Trennen Sie sich nur mit schlechten Gefühlen von der Sendung?

Nein, überhaupt nicht. Ich hege keinen Groll. Ich hatte schon damals keinen. Meine Konkurrentinnen hatten einfach eine ganz andere Lebenseinstellung als ich. Auch privat würde ich mich nicht mit ihnen verstehen. Trotzdem: Ich hatte eine schöne Zeit. Auch Clive bin ich nicht böse.

Hand aufs Herz: Würden Sie noch einmal bei einem ähnlichen Format mitmachen?

Definitiv. Ich durfte viel erleben. Und die Chance, auf diese Weise die Liebe zu finden, ist gegeben. Also warum nicht?

À propos: Haben Sie mittlerweile Ihre grosse Liebe gefunden?

Nein, ich bin noch Single. Aber ich hatte bisher andere Prioritäten. Nach dem Bachelor wollte ich ein bisschen das Chaos ordnen. (Lacht)