Umwelt

Erde für Hobbygärtner enthält immer weniger Torf – und das ist gut fürs Klima

Erde lässt sich auch ohne Torf fürs Gärtnern verwenden.

Erde lässt sich auch ohne Torf fürs Gärtnern verwenden.

Der Anteil an Torf in Erde, die sackweise in Gartencenter verkauft wird, sinkt. Das Bundesamt für Umwelt zeigt sich zufrieden, denn der Abbau von Torf schadet dem Klima und der Biodiversität.

(gb.) Zwischen 2016 und 2018 hat sich der Anteil von Torf in Sackerde von 16 Prozent auf 8 Prozent verringert. Wie das Bundesamt für Umwelt (BFU) am Donnerstag mitteilte, wurde damit eine Torfschicht von 1 Meter Höhe verteilt auf 3,5 Fussballfeldern eingespart. Das BFU spricht von «grossen Fortschritten» in der Torfreduktion.

Die Sache ist relevant, weil hinter dem sinkenden Anteil von Torf eine Abmachung der Detailhändler steckt. 2017 hatten sechs grosse Vertreter der Hobbygarten-Branche – darunter Coop, Jumbo, Landi und Migros – eine Absichtserklärung zur Reduktion von Torf unterzeichnet. Seither sind sie verpflichtet, über den jährlichen Torfanteil in ihren Sackerden Bericht zu erstatten. Ziel ist, den Torfanteil bis 2030 auf 5 Prozent zu reduzieren.

Moore speichern Kohlendioxid

Das Problem bei Torf ist der Abbau, der laut dem Bundesamt für Umwelt zur Klimaerwärmung beiträgt und der Biodiversität schadet. Es müssen dafür Moore entwässert werden, wodurch Lebensräume für Pflanzen und Tiere zerstört werden. Zudem wird dabei massenhaft Kohlendioxid und Lachgas freigesetzt.

In der Schweiz ist der Abbau von Torf deshalb verboten. Um die Schäden im Ausland nicht mit Importen zu unterstützen, unterzeichneten die Detailhändler 2019 ein weiteres Abkommen, wonach der Torfanteil auch in der Produktion und im Angebot von Zier- und Zimmerpflanzen, Stauden und Zierhölzern noch maximal 5 Prozent betragen soll.

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