Immobilienmarkt

Coronavirus dämpft die Lust auf Luxus: Nachfrage nach Villen sinkt

Der Verkauf von Luxusvillen geht zurück. Im Bild: Schloss Eugensberg im Thurgau.

Der Verkauf von Luxusvillen geht zurück. Im Bild: Schloss Eugensberg im Thurgau.

Die Preise für Schweizer Luxusliegenschaften sinken. Wie eine jährliche Studie der UBS zeigt, ging in diesem Jahr bedingt durch die Pandemie auch die Anzahl verkaufter Liegenschaften zurück.

(sku) Die Coronakrise beginnt auf die Preise im Luxussegment zu drücken: Sie stiegen nur noch um 1,7 Prozent – deutlich weniger als die 6 Prozent im Vorjahr. Das teilt die UBS am Donnerstag anlässlich der Publikation ihrer jährlichen Studie zum Luxusimmobiliensegment mit. So dürfte auch die Anzahl verkaufter Luxusliegenschaften um rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sein. Besonders betroffen waren gemäss Studie luxuriöse Zweitwohnungen, bei denen die ausländische Nachfrage durch Einreisestopps praktisch zum Erliegen gekommen ist.

Allgemein würden potenzielle Käufer aufgrund der Coronakrise eher Vorsicht walten lassen, wodurch die Zahlungsbereitschaft gesunken sei. Vor allem im Tessin und in Crans-Montana seien starke Preiskorrekturen zu erwarten, da dort ein grosses Überangebot bestehe. Weil die Coronakrise zudem höhere Staatsschulden zur Folge haben werde, könnte das Kriterium zur Standortwahl das Luxusimmobiliensegment künftig beeinflussen: Gerade Grossstädte würden so unter dem Aspekt der Steuerbelastung kritischer beurteilt werden, sagt die UBS.

Wie die UBS schreibt, stehen die teuersten Immobilien wie im Vorjahr in Cologny (GE), wo eine Villa mit 300 Quadratmetern Wohnfläche über 10 Millionen Franken kostet. Bei den luxuriösen Zweitwohnungsmärkten führen die Tourismusgemeinden Gstaad (BE) und St. Moritz (GR).

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