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Neue Beleuchtung und Versorgungsinseln für Bahnhof- und Poststrasse

Wattwil soll auch am Abend und bei Nacht ein Gefühl des Wohlbehagens und der Sicherheit ausstrahlen. Die neuen Kandelaber sorgen Schritt für Schritt in jedem Bereich für ein angenehmes Grundlicht. Aufgrund ihres modularen Aufbaus können sie optimal auf die verschiedenen räumlichen Situationen reagieren.

Erstellt im Auftrag der Gemeinde Wattwil
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Liebe Wattwilerinnen, liebe Wattwiler

Wie Sie im Ortszentrum sehen, hat die Grossbaustelle in Wattwil die vergangenen fünf Wochen weitere Fortschritte gemacht. Das Endresultat mit den grosszügigen Plätzen, den breiten Trottoirs sowie der verschmälerten Fahrbahn wird immer besser erkennbar. Während die Tage langsam wieder kürzer werden, wenden wir uns einem Thema zu, welches vor allem in den dunkleren Monaten für das Wohlbefinden und die Aufenthaltsqualität elementar ist - der Beleuchtung. Oftmals wird unterschätzt, wie wichtig in unserer Wahrnehmung die Farbe und Lichtverteilung der Strassenbeleuchtung sind. Diese entscheidet, ob wir einen Strassenraum am Abend und in der Nacht als freundlich und angenehm oder eben als düster und unsicher empfinden. Das Projektteam hat für diese besondere Problemstellung die erfahrenen Fachplaner von Art Light GmbH beigezogen, die für die umgestaltete Einkaufsstrasse einen überzeugenden Vorschlag entwickelt haben. In der vorliegenden Reportage informieren wir Sie auch über die technischen Vorkehrungen, welche getroffen wurden, um für die verschiedenen Märkte und Veranstaltungen eine optimale Infrastruktur anzubieten. Lassen Sie sich überraschen! Für den Gemeinderat.

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident

Für Ihre Anliegen und Fragen wenden Sie sich bitte an das zuständige Baustellenbüro:
Poststrasse 4, 1. Obergeschoss
(Gebäude SGKB)

Sprechstunde
Dienstag & Donnerstag, 10 – 12 Uhr


Telefon: 071 552 31 10 oder 
071 987 55 31 (Bürozeiten)
Mail: eschmid@b-3.ch oder
peter.schweizer@wattwil.ch

Auf der Visualierung des abendlichen Bräkerplatzes wird das Belichtungskonzept mit den niedrigen Kandelabern und dem warmweissen Grundlicht gut simuliert.

Auf der Visualierung des abendlichen Bräkerplatzes wird das Belichtungskonzept mit den niedrigen Kandelabern und dem warmweissen Grundlicht gut simuliert.

Ziel des Beleuchtungskonzeptes und der Evaluation war es, mit den Lichtkörpern die angestrebte Identitätsbildung des Ortszentrums zu stärken sowie zusammen mit den grafischen und landschaftsplanerischen Elementen ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. Die räumliche Wahrnehmung des Strassenzugs soll damit gestärkt werden. Die Orientierung und das subjektive Sicherheitsempfinden sollen optimiert werden. Ausserdem ist es der Anspruch der Beleuchtung, die verschiedenen Bereiche optisch zu verknüpfen und als Einheit erlebbar zu machen. Sichtbeziehungen werden gefördert und Aufenthaltsräume zum gemütlichen Verweilen geschaffen.

Lichtemissionen vermeiden

Neben den gestalterischen Kriterien war auch eine Reihe von Rahmenbedingungen zu erfüllen. So strebte die Gemeinde grundsätzlich ein einheitliches Leuchtenmobiliar sowie dieselbe Lichtfarbe an. Dadurch werden betriebliche Abläufe beim Unterhalt vereinfacht und Betriebskosten reduziert. Für eine angenehme Wahrnehmung der Umgebung in der Dämmerung und bei Nacht, muss die Beleuchtungsstärke für unterschiedliche Situationen optimiert werden können. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und der Umweltverträglichkeit sollten Lichtemissionen vermieden werden. Da Streulicht Vögel und Insekten irritieren kann, soll die Beleuchtung grundsätzlich massvoll eingesetzt werden.

Versorgungsinseln erleichtern die technischen Ad-hoc-Installationen

In der umgestalteten Bahnhof- und Poststrasse werden auch zukünftig zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Vom Wattwiler Fest über die Einkaufsnacht und vom Herbstmarkt bis zum RockXmas-Weihnachts- Event sollen auf der Einkaufsstrasse vielfältige Unterhaltungsangebote das Publikum anziehen und damit einladen zum Geniessen, Verweilen und Einkaufen. Um die technischen Installationen zu vereinfachen sowie die Infrastrukturkosten von Vereinen, Veranstaltern und Gemeinde zu optimieren, werden auf der Strecke zwischen dem Bahnhofkreisel bis zur Nordseite der Postbrücke insgesamt 13 so genannte Versorgunginseln erstellt. Diese vorbereiteten - unsichtbaren weil unter dem Strassenbelag verborgenen - «Technikkästen» sind mit Steckdosenverteiler und Wasseranschlüssen ausgerüstet und bieten alle erforderlichen Versorgungsmöglichkeiten für eine vielseitige Nutzung bei Veranstaltungen. So kann der Bereich beispielsweise bei Bedarf auch mit sehr überschaubarem Aufwand über die gesamte Strassenlänge beschallt werden.

Die neuen Leuchten schaffen fliessende Raumübergänge und tauchen das Zentrum in ein warmweisses Licht.

Die neuen Leuchten schaffen fliessende Raumübergänge und tauchen das Zentrum in ein warmweisses Licht.

Anthrazitfarbene Leuchten als gestalterisches Element

Eine Zielsetzung war, das Leuchtenmobiliar im Ortszentrum zu vereinheitlichen. Da auch dieses ein gestalterisches Element zur Identitätsbildung ist, wurde, wie bei den grafischen Elementen, an die Gestaltung von Bahnhofplatz und Bahnhofstrasse Süd angeknüpft. Zwischen Bahnhofkreisel und Dorfplatz werden insgesamt 56 neue Kandelaber platziert. Positioniert werden diese zwischen den Alleebäumen, also etwa alle 15-20 Meter. Für die Grundbeleuchtung wurden langlebige, stromsparende, warmweisse LED-Leuchten gewählt. Der Lichtpunkt (die Lichtquelle) liegt auf einer Höhe von rund 5.5 Meter, an den Brückenpfeilern etwas höher.

Ein Sternenkranz mit dem «Kreuzchenstich» schmückt zur Weihnachtszeit das Ortszentrum

Ein Sternenkranz mit dem «Kreuzchenstich» schmückt zur Weihnachtszeit das Ortszentrum

Sternenkränze als Blickfang

Kaum ein Thema weckt mehr Emotionen wie die (richtige) Weihnachtsbeleuchtung. Im Rahmen der Lichtgestaltung sollte diese direkt am Fahnenmast fixiert werden können. Das gesuchte Motiv sollte eine gute Fernwirkung erzielen, allseitig leuchten und nach Möglichkeit einen weihnächtlichen Bezug herstellen können. Aufgrund von verschiedenen Vorschlägen entschied sich die Gemeinde für eine Ausführung mit flexiblen LED-Neon-Streifen, welche auf ein Aluminiumprofil geführt werden. Mit dieser verhältnismässig einfachen technischen Lösung können die Sterne rund gebogen werden. Sie erzeugen sowohl bei Tag wie auch bei Nacht eine gleichmässige Lichtwirkung. Schliesslich bietet der Sternenkranz dem Wind wenig Angriffsfläche.

Festanlässe und Märkte

Die Versorgungsinseln liegen, da sie in den Strassenraum versenkt werden können, unsichtbar verborgen an strategischen Verteilpunkten. Durch diese Infrastruktur können Veranstaltungen schnell und einfach mit Wasser und Strom versorgt werden. Ein Sternenkranz mit dem «Kreuzchenstich» schmückt zur Weihnachtszeit das Ortszentrum.

Interview mit Mario Rechsteiner, Lichtplaner

«Lichtgestaltung heisst: Licht am richtigen Ort - genau soviel wie nötig».

Was macht die Situation an der Bahnhof- und Poststrasse besonders?

Das neue Raumkonzept ist schon jetzt in der Bauphase wahrnehmbar und zeigt die grosszügigen Platzverhältnisse für die Fussgänger. Die Ortsbildgestaltung ist in vielen Schweizer Gemeinden ein aktuelles Thema. Dafür sind nach meiner Ansicht verschiedene Aspekte verantwortlich. So möchte man durch attraktiv gestaltete Räume die Aufenthaltsqulität für Passanten und Anwohner verbessern. Insbesondere die Beleuchtungsanlagen weisen oft einige Defizite auf und müssten zeitnah saniert werden. Durch das Einführen von verkehrsberuhigenden Massnahmen oder Temporeduktionen können in den Ortszentren auch die Immissionen reduziert werden.

Mario, Rechsteiner, Lichtplaner; Inhaber und Geschäftsführer Art Light GmbH

Mario, Rechsteiner, Lichtplaner; Inhaber und Geschäftsführer Art Light GmbH

Wie muss sich das Publikum die neue Belichtungssituation vorstellen? Was zeichnet «Wattwil by Night» aus?

Die neue Beleuchtung zeichnet sich durch eine warme Lichtfarbe sowie verhältnismässig niedrige Lichtpunkthöhen aus. Beide Aspekte tragen dazu bei, eine einladende Atmosphäre zu erzeugen und laden zum Verweilen ein. Die Leuchten dienen zum einen der Strassenbeleuchtung und zum andern einer individuellen Platzbeleuchtung. Die Platzierung der Leuchten erfolgt im Einklang mit den rhytmisch angeordneten Bäumen. Der Einsatz einheitlicher Leuchtentypen mit einer zeitlosen, runden Formensprache schafft fliessende Raumübergänge.

Die Weihnachtsbeleuchtung ist eine hochemotionale Angelegenheit. Konzeptionell ist die Anlehnung an das «Kreuzchenstich»-Design nachvollziehbar. Strahlt es auch Wärme und ein festliches Ambiente aus?

Das Design des «Kreuzchenstich» erinnert auch an eine sehr einfache Darstellung eines Sterns. Dieses soll auch am Tag den Raum schmücken und mit seiner identitätsstiftenden Formsprache Wattwil einzigartig machen. Um ein angenehmes Erscheinungsbild zu erhalten, wurde bei der Auswahl auf eine warmweisse Lichtfarbe geachtet.

Gibt es im geplanten Beleuchtungskonzept auch variable Elemente? Kann später die Lichtwirkung variiert oder verändert werden?

Grundsätzlich ist die Beleuchtung eher zurückhaltend konzipiert. Die Variabilität der Strassenleuchten ist insofern sehr hoch, als die Lichteinheiten jeder Leuchte gezielt angesteuert werden können. So sind Lichtszenen angedacht, welche Strassen und Plätze in Abhängigkeit der Tageszeit unterschiedlich beleuchten. Ziel dieser Steuerung ist es, im Ortszentrum auch in den Abendstunden eine attraktive Stimmung zu erzeugen. Dabei schafft das Licht Sicherheit und Orientierung. Zeitgleich können Lichtimissionen.

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