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Zwischenabschluss an der Bahnhof- und Poststrasse

Es ist ein Freudentag: Ab morgen Freitag, 17 Uhr, kann der Verkehr wieder in beide Richtungen durch die komplett umgestaltete Bahnhof- und Poststrasse fliessen. Bis Ende November werden weitere Gestaltungselemente eingefügt. Der Bräkerplatz kann rechtzeitig zum 1. Advent zur Benutzung frei gegeben werden, der Kirchplatz folgt Mitte Dezember.

Erstellt im Auftrag der Gemeinde Wattwil
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Liebe Wattwilerinnen, liebe Wattwiler

Pünktlich wie geplant konnte der Rohbau der Bahnhof- und Poststrasse abgeschlossen werden. Die Planer, Fachkräfte und Arbeiter haben sich tüchtig ins Zeug gelegt und pünktlich geliefert. Für diese Leistung gebührt allen Beteiligten ein grosses Lob. Die betroffene Bevölkerung, die Einkaufsläden und Gewerbebetriebe verdienen ihrerseits ein grosses Dankeschön für ihre Geduld.

Nach den Abschlussarbeiten wie Einbau Deckbelag und Fertigstellung der Beleuchtung und Gestaltungselemente im nächsten Frühjahr kann diese wichtige Massnahme zur Aufwertung von Wattwil rechtzeitig vor der Eröffnung der Umfahrungsstrasse im September 2022 fertiggestellt werden. Im Hinblick auf die Einkaufsfunktion des regionalen Zentrums ist es von grosser Bedeutung, dass das Publikum deren Attraktivität und Qualität kennt und schätzt. Gemäss dem kommunalen Richtplan, der sich noch bis Ende Monat in der Mitwirkung befindet, soll unsere Gemeinde als regionales Zentrum weiterwachsen. Neben der Verfügbarkeit von Wohnraum, der verkehrlichen Erschliessung bzw. Erreichbarkeit und dem Bildungsangebot sind die Einkaufsmöglichkeiten eines der wichtigsten Kriterien für die Standortwahl.

Der Gemeinderat freut sich zusammen mit der ganzen Bevölkerung auf die «neue» Einkaufsstrasse. Er drückt allen Fachgeschäften, Detaillisten, Gastronomen, Dienstleistern und Handwerkern die Daumen und wünscht Ihnen an der umgestalteten Bahnhof- und Poststrasse eine erfolgreiche Zukunft.

Für den Gemeinderat

Alois Gunzenreiner
Gemeindepräsident


Die neue Einkaufsstrasse wirkt grosszügig, freundlich und lockt damit das Publikum, länger zu verweilen.

Die neue Einkaufsstrasse wirkt grosszügig, freundlich und lockt damit das Publikum, länger zu verweilen.

In rekordverdächtigen 42 Wochen haben die beauftragten Bauunternehmen die Bahnhof- und Poststrasse auf einer Länge von 420 Metern umgestaltet und verschönert. Rechnet man die Arbeiten an der Näppisueli-, der Grüenau- und der Unterdorfstrasse dazu, sind es sogar rund 600 Meter. Bis Anfang Dezember sind alle 113 Alleebäume eingepflanzt, auch der Buswarteunterstand ist versetzt. An der Bahnhofstrasse, in den Bereichen, wo der Deckbelag eingebaut ist, sowie auf Kiesplätzen werden in den nächsten Tagen die neuen Kandelaber installiert. Am Dorfplatz, Kirchplatz, Bräkerplatz und Bahnhofplatz werden vor den Festtagen die neuen Sitzgelegenheiten sowie die Informationsstelen eingebaut. Fertig montiert werden auch alle neuen Signalisationen. Wesentlich weiter als geplant sind die Deckbeläge. Diese sollten erst im 2022 ausgeführt werden. Die restlichen Abschnitte folgen im nächsten Frühjahr. Aufgrund der tiefen Temperaturen kann der Deckbelag in diesen Bereichen erst dann eingebaut werden. Entsprechend folgen dann auch der Einbau der restlichen Kandelaber, die Fahrradabstellplätze (Velobügel), die Poller sowie die Mundartausdrücke im Kreuzchenstich-Design auf der Fahrbahn.

Baustellenbüro

Das Baustellenbüro ist geschlossen. Die zuständigen Personen sind weiterhin telefonisch oder per E-Mail für Sie errreichbar:

Thomas Graf, B3 Brühwiler AG
071 552 31 21
thomas.graf@b3.ch
Peter Schweizer, Leiter Bau und Planung
071 987 55 31
peter.schweizer@wattwil.ch

Der neue Platz bei der Postbrücke heisst Kirchplatz

Nach ausführlichen Gesprächen sind der Kirchenverwaltungsrat und der Gemeinderat übereingekommen, dass der neugestaltete Aufenthaltsbereich westlich der Postbrücke die Bezeichnung «Kirchplatz» erhält. Das Areal gehört der katholischen Kirchgemeinde. Der bisherige Parkplatz diente auch den Kirchgängern. Um die Parkierung sicherzustellen, die mit der Aufhebung des Parkplatzes verloren ging, wurde vom Gemeindehaus-Parkplatz eine behindertengerechte Rampe zur Kirche realisiert. Auf dem neu gestalteten Kirchplatz soll das Publikum ankommen, sich gegenseitig begegnen oder einfach ausruhen können.

Attraktive, besucherfreundliche Einkaufsdestination

Ob zum Einkaufen, Flanieren oder Verweilen: Die umgestaltete Bahnhof- und Poststrasse bietet viel Lebens- und Aufenthaltsqualität zwischen Dorfplatz und Bahnhofkreisel. Die verkehrsberuhigte Allee mit über 100 Bäumen kann fussgängerfreundlich überall und jederzeit überquert werden. Die wichtigsten Merkmale in der Übersicht:

Parkierung

Die Parkplätze vor den Geschäften an der Einkaufsstrasse werden mit breiten Parkbuchten noch komfortabler und können 30 Minuten lang kostenlos benutzt werden. Weitere 30 Minuten kosten 50 Rappen.

Vernetzt

Für die Versorgung mit Strom und Wasser bei Festanlässen steht ein halbes Dutzend technische Versorgungsinseln zur Verfügung.

Bequem

Breite Trottoirs schaffen ein grosszügiges Raumgefühl und Platz für Strassencafés. Hinzu kommen öffentliche Sitzgelegenheiten am Dorfplatz, Kirchplatz und Bräkerplatz.

Aufgehellt

Die neuen Kandelaber strahlen ein angenehmes, gleichmässiges Grundlicht aus und verleihen bei Dunkelheit ein Gefühl der Sicherheit. Wo der Deckbelag noch nicht eingebaut werden konnte, folgt die neue Strassenbeleuchtung im Frühjahr.

Traditionsbewusst

In der neuen Parkanlage auf dem Kirchplatz erinnert ein neuer Brunnen mit einem Garnknäuel als Trog an die Bedeutung der Wattwiler Textilindustrie.

Stylisch

Rund um die Postbrücke erhält Wattwil mit den Plätzen beidseits der Thur einen gestalterischen Mittelpunkt. Hervorgehoben wird der Raum mit einem roten Asphalt.

Anregend

Der Strassenbelag wird mit Toggenburger Mundartausdrücken im Kreuzchenstich-Design verziert. Diese Zierelemente folgen mit der Fertigstellung des Deckbelags im Frühjahr.

Familienfreundlich

Am Bräkerplatz lockt ein neues Wasserspiel die Kinder zum Spielen. Die Inbetriebnahme erfolgt im Frühjahr, da die Wasserleitungen in der kalten Jahreszeit einfrieren können.

Entschleunigt

Der Verkehr wird durch die schmalere Fahrbahn etwas verlangsamt. Trotzdem können die Fahrzeuge weiterhin kreuzen. Bei Bedarf können weitere Gestaltungselemente nachgerüstet werden.

Einkaufserlebnis

Einmal eingewachsen, beschatten 113 Alleebäume die Einkaufsstrasse im Zentrum von Wattwil und schaffen ein unverwechselbares Einkaufserlebnis mit hohem Erholungs- und Freizeitwert.


Interview mit Rita Mettler, Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau
«Wozu braucht Wattwil Natur an der Einkaufsstrasse?»

Rita Mettler Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau

Rita Mettler
Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau

Das regionale Zentrum ist gut durchgrünt, umgeben von schönen Landschaften, und mitten durch das Dorf fliesst die Thur. Braucht es da noch mehr Natur?

Die Neugestaltung des Zentrums will zu einem klimafähigen und resilienten Wattwil beitragen. Einer Gemeinde im Einklang mit der Natur. Mehr als 120 neue Bäume werden gepflanzt, um die sommerlichen Hitzewellen zu senken. Mit ihren Kronen kühlen sie den urbanen Raum und bieten angenehme Orte zum Flanieren. Versiegelte Flächen werden geöffnet, um mehr Platz für das Regenwasser zu bieten.

Wattwil steht in seiner Funktion als Einkaufsdestination in Konkurrenz mit Orten wie Rapperswil und Wil sowie mit Einkaufszentren wie der Shopping Arena St.Gallen oder der Breite in Rickenbach. Bezogen auf das Einkaufsverhalten und die Neugestaltung: Womit punktet Wattwil aus Ihrer Sicht besonders?

Die Neugestaltung der Einkaufsstrasse rückt den Menschen wieder in den Vordergrund. Dank einer deutlichen Reduzierung der Fahrbahnbreite werden grosszügige Gehwege geschaffen; es entsteht eine Flaniermeile, welche die Funktion als Einkaufsdestination stärkt. Die neu gestalteten Quartierplätze, Bräker- und Kirchplatz, schaffen den gewünschten «Sprung» über die Thur. Gemeinsam mit den neuen Ladenvorzonen bilden sie neue Orte des Zusammentreffens, des Aufenthalts und des Austausches. Die Einzigartigkeit Wattwils liegt in seiner ganzen Umgebung, dem Nebeneinander von Ländlichem und Urbanem, von Kleinteiligem und Persönlichem. Da können Wil, Rapperswil oder die Shopping Arena nicht mithalten.

Als Landschaftsarchitektin haben Sie nicht nur die Grünflächen, sondern den gesamten Aussenraum gestaltet. Welche Elemente gefallen Ihnen persönlich besonders gut? Gab es aussergewöhnliche Herausforderungen?

Die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Alleebaums ist faszinierend: Die anfangs kleinen Bäume werden schnell kräftiger und wertvoller. Die Ausweitung des Dorfplatzes finde ich sehr gelungen, zumal dieser früher nur als Parkplatz oder Restfläche wahrgenommen wurde. Speziell gefällt mir auch der neue Brunnen am Kirchplatz, der im Tessin produziert wurde. Er ist aus einem Maggia-Gneis-Block geformt; seine Form bezieht sich auf das Stickerei-Handwerk und erinnert an einen Garnknäuel. Herausfordernd ist das Unerwartete, das auf der Baustelle schnell entschieden werden muss. Daraus ergeben sich auch Chancen für Lösungen, die erst während dem Bauen entwickelt werden. So bildet im Bereich der Postbrücke ein Ausschnitt des alten Randsteins zusammen mit dem vorhandenen Poller ein gelungenes Detail im rundum neuen Brückenbelag.

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