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Sanierung Risi läuft auf Hochtouren

Am letzten Tag des Schuljahres 2020/21 war die Schulanlage Risi leer. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Provisorien bezogen, das Schulmaterial war im Zwischenlager in den Hallen der Textilfachschule Toggenburg: Die konkreten Vorbereitungsarbeiten zur Sanierung konnten zeitgleich mit dem Spatenstich vom 7. Juli 2021 starten.

Erstellt im Auftrag der Schulgemeinde Wattwil-Krinau
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Die Sanierung der Schulanlage Risi ist, das zeigt diese Luftaufnahme vom September 2021, in vollem Gang.

Die Sanierung der Schulanlage Risi ist, das zeigt diese Luftaufnahme vom September 2021, in vollem Gang.

Foto: Simon Walther, Wattwil

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Ja, es gibt sie noch, die anderen Themen – auch wenn Covid in unserem Schulalltag hohe Präsenz einnimmt. Die Schule hat ihren Rhythmus gefunden und gelernt, mit der aktuell schwierigen Situation umzugehen.

Nach etwas mehr als einem Quartal dürfen wir mit Freude feststellen, dass auch unsere Schülerinnen und Schüler, die eigentlich den Unterricht in der Schulanlage Risi besuchen würden, ihren Weg gefunden haben. Der neue Schulweg ist ihnen vertraut, an die Enge in den Provisorien haben sie sich gewöhnt. Und nicht wenige haben durch die Auslagerung der Risi neue Freundschaften geschlossen. Trotzdem freuen sich alle auf die Rückkehr in die sanierten Räume auf der Risi. Bis das der Fall sein wird, muss noch sehr viel passieren.

Mit der laufenden Kernsanierung haben die beiden Häuser ihr Kleid verloren. Das ist ganz besonders sichtbar am Trakt A. Aufgrund der guten Baudokumente aus den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts wussten wir hier relativ genau, was sich unter der Hülle versteckte. Ganz anders bei Trakt B, dem Altbau: Das altehrwürdige, denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1916, das über der Wilerstrasse thront, hatte einiges zu verstecken. Da die Fachleute hier nicht auf baurelevante Dokumente zurückgreifen können, sind wir gespannt auf jede Neuentdeckung, seien es Ornamente, die ehemals die Gänge verschönerten, oder Hinweise auf die Originalfarben – diese werden vor allem auch von der Denkmalpflege sehnlichst gesucht. Dass sich ihre und unsere Vorstellungen nicht immer decken, liegt in der Natur der Sache. Gemeinsam gilt es jeweils, nach Lösungen zu suchen.

Lösungen braucht es auch für die Probleme, auf die wir im Bereich der Decken des Altbaus gestossen sind – eine echte Herausforderung, technisch wie finanziell! Es gilt, diese anzunehmen und pragmatisch Lösungen zu suchen. Bis heute scheint das zu gelingen. Und wenn die nächste besondere Herausforderung ansteht, erinnern wir uns an unseren Leitspruch für das Kalenderjahr 2021: «Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.»

Mit diesem «Fokus» geben wir Ihnen einen Einblick in einen Teil unseres Alltags. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an den Geschäften unserer Schule.

Im Namen des Schulrates
Norbert Stieger, Schulratspräsident


«Wie bei Sanierungen historischer Gebäude üblich, erfordert die eine oder andere Überraschung Flexibilität. Doch insgesamt sind wir gut unterwegs, die Arbeiten laufen auf Hochtouren», freut sich Schulratspräsident Norbert Stieger. In einer ersten Etappe erfolgte die Schadstoffsanierung des Altbaus von 1916 und des so genannten Neubaus aus den 1970er-Jahren. Anschliessend startete der Rückbau. Dieser kam vor allem in Trakt A rascher voran als vorgesehen – er war deshalb früher als geplant abgeschlossen. In Trakt B hingegen, dem Altbau, traten beim Rückbau Schäden zutage, die nicht voraussehbar waren und weitere Abklärungen nötig machten. Sie stellen Planer und Handwerker vor neue, zusätzliche Herausforderungen.

Trakt A: Baufortschritt nach Plan

Der Trakt A wird einer Kernsanierung unterzogen. Deshalb war er rückzubauen bis auf die Tragkonstruktion. Die schweren Fassadenelemente und die Fenster mussten in Kleinarbeit entfernt, der Unterlagsboden abgetragen werden. Übrig blieb nur noch das «Gerippe» des ehemaligen Schulhauses. Die Rückbau-Arbeiten erfolgten ohne Überraschungen und rascher als geplant. Bereits Mitte Oktober begann der Wiederaufbau. Die Erdbebenwände konnten hochgezogen und der Liftschacht betoniert werden. Ebenfalls begann der Holzbauer mit der Montage der Holzelemente, die zusammen mit den Fenstern die Hülle des Schulhauses bilden und es wieder schliessen. Baukommission und Schulrat sind zuversichtlich, dass die Gebäudehülle wie geplant vor Wintereinbruch wieder geschlossen werden kann und dem Innenausbau während der kalten Jahreszeit nichts im Weg steht.

«Die Sanierung von Trakt A ist auf Kurs, die beauftragten Betriebe leisten gute Arbeit», freut sich Hansruedi Lusti, Präsident der Baukommission. «Noch vor dem Winter wird die Hülle von Trakt A wieder geschlossen sein, so dass der Innenausbau starten kann.»

«Die Sanierung von Trakt A ist auf Kurs, die beauftragten Betriebe leisten gute Arbeit», freut sich Hansruedi Lusti, Präsident der Baukommission. «Noch vor dem Winter wird die Hülle von Trakt A wieder geschlossen sein, so dass der Innenausbau starten kann.»

Foto: Simon Walther

Trakt B: zusätzliche Herausforderungen

Für den Trakt B waren etwas weniger tiefe Eingriffe vorgesehen als bei Trakt A: Unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Auflagen sollten verschiedene Elemente zum ursprünglichen Zustand rückgeführt oder saniert, andere den heutigen Bedürfnissen einer modernen Schule angepasst werden. Ein Eingriff in der Tragkonstruktion war nicht vorgesehen. «Die planerische Ausgangslage war für beide Trakte diametral verschieden», fasst Norbert Stieger zusammen. «Für Trakt A konnte auf sämtliche Ausführungsplanungen zurückgegriffen werden, für den Altbau fehlten sie komplett. Vorhanden waren nur gerade einige Grundlagenplanungen von früheren Aufnahmen – lediglich mit Raummassen und -höhen.» Für die Projektierung konnten die Fachplaner deshalb nur punktuelle Sondagen an ausgewählten Punkten vornehmen. Dabei kamen auch kleine Kameras zum Einsatz. Eine abschliessende, flächendeckende Abklärung war hingegen nicht möglich.

Altbau mit Überraschungen

«Jeder Schritt des Rückbaus war deshalb mit etwas Ungewissheit bezüglich der tatsächlichen Situation verbunden – und mit der Hoffnung, dass unliebsame Überraschungen ausbleiben würden», blickt Norbert Stieger zurück. «Leider kamen dann bei der flächendeckenden Freilegung der Deckenunterzüge zum Teil gravierende Mängel am Zustand der Hurdisdecken aus dem Jahr 1916 zum Vorschein. Das zeigt zusätzlich, wie notwendig die Sanierung der Schulanlage ist.» In der Folge beauftragten Baukommission und Schulrat die Fachplaner mit zusätzlichen Abklärungen. Diese ergaben, dass eine normgerechte Sanierung der Mängel an den Schulzimmerdecken unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit keinen Sinn machen würde: «Die Sanierung der Hurdisdecken wäre mit dermassen grossem Aufwand verbunden, dass er, gemessen am Ergebnis, nicht vertretbar wäre.»

«Die Rückbau-Arbeiten haben in Trakt B punktuell gravierende Mängel am Bauzustand der Decken zum Vorschein gebracht», berichtet Bauingenieur Bruno Anliker.

«Die Rückbau-Arbeiten haben in Trakt B punktuell gravierende Mängel am Bauzustand der Decken zum Vorschein gebracht», berichtet Bauingenieur Bruno Anliker.

Foto: Simon Walther

Ersatz durch neue Betondecken

Aufgrund dieser Ausgangslage entschied der Schulrat gemäss Fachgutachten und Antrag der Fachplaner in Übereinstimmung mit der Baukommission, die alten Decken durch neue Betondecken zu ersetzen. Die Arbeiten sind ausgelöst und laufen. Aus Sicherheitsgründen bedingen sie einen ganz bestimmten, zeitaufwändigen Ablauf, den allein der Bauingenieur bestimmen kann. «Der Ersatz der Decken ist nebst der speziellen Herausforderung an Zeitplan, Technik und Finanzen auch eine Chance», ist Hansruedi Lusti, Präsident der Baukommission, überzeugt. «Er bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Systeme von Heizung und Elektrizität optimierter und bedürfnisgerechter neu zu erstellen, als dies ohne Deckenersatz nur mit Anpassungen möglich gewesen wäre.» Zudem fallen die Ladenkästen weg, was ein neues, den heutigen und künftigen Bedürfnissen angepasstes System ermöglicht.

«Der Ersatz der Decken ist dringend notwendig.»

Bruno Anliker, Bauingenieur

Denkmalpflegerische Anforderungen

Die Fachpersonen der Denkmalpflege hatten sich bereits im Vorfeld sehr intensiv mit Trakt B beschäftigt. Einerseits suchten sie nach malerischen Verzierungen aus der Entstehungszeit, anderseits bestimmten sie, welche Strukturen des Altbaus aus denkmalpflegerischer Sicht zu erhalten sind. Tatsächlich kamen dann auch einige wenige Verzierungen in Leimfarbe zum Vorschein. Ebenfalls werden über 80 Fensterflügel, die stark von der Witterung beansprucht sind, einer denkmalpflegerischen Restauration unterzogen. Noch offen ist die Farbgebung für die Gebäudehülle und im Innern des Schulhauses. «Je nach Blickwinkel gehen die Interessen auseinander, das ist naheliegend», erklärt Norbert Stieger. «Die Ansprüche an ein modernes Schulzimmer entsprechen nicht mehr unbedingt jenen zur Zeit des Baus. Dass nun auch die Schülerinnen und Schüler von heute in den Prozess zur Lösungsfindung einbezogen werden, stärkt unsere Hoffnung auf eine gute Lösung.»

Trakt B der Schulanlage Risi von 1916 steht unter Denkmalschutz.

Trakt B der Schulanlage Risi von 1916 steht unter Denkmalschutz.

Foto: Simon Walther

Planung wird laufend aktualisiert

Der derzeitige Arbeitsstand in Trakt A lässt darauf schliessen, dass die Sanierung dieses Teils der Schulanlage Risi wie geplant bis im Sommer abgeschlossen ist, so dass der Schulbetrieb in den sanierten Räumen auf Beginn des Schuljahres 2022/23 wieder aufgenommen werden kann. Die zusätzlichen Arbeiten in Trakt B mit dem Ersatz der Schulzimmerdecken führt dort zu Verzögerungen, die nicht zu vermeiden sind. «Wir müssen flexibel sein, die Planung ist rollend. Wie sich die Verzögerungen genau auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebes in Trakt B auswirken, lässt sich erst nach Abschluss des Deckenersatzes im Januar 2022 genauer sagen», stellt Norbert Stieger in Aussicht. Aufwandseitig gehen Schulrat und Baukommission hingegen gemäss aktuellem Stand davon aus, dass sich die Gesamtkosten der Sanierung im bewilligten Kreditrahmen halten werden.

«Die Arbeiten sind insgesamt gut angelaufen, die Handwerker der verschiedenen Betriebe leisten gute Arbeit. Überraschungen sind nicht ungewöhnlich in Sanierungsprojekten», fasst der Schulratspräsident zusammen. «Schulrat und Baukommission sind gerüstet, um auch allfällige weitere neue Herausforderungen in Zusammenarbeit mit dem Planerteam und den kompetenten Handwerkern zu meistern. Ein herzliches Dankeschön an die Nachbarschaft, die wegen des Rückbaus vor allem in Trakt A in den letzten Wochen einige Immissionen über sich ergehen lassen mussten!»

Revisionsplanung und Arbeitsvergaben

Der Schulrat hat auf Antrag der Baukommission beschlossen, in zwei Bereichen des Sanierungsprojekts eine so genannte Revisionsplanung zur Beurteilung und Genehmigung einzureichen. Dies betrifft einerseits die Materialisierung der Fassade, anderseits die Parkier-Anlage an der Büelstrasse. Die zuständigen kantonalen und kommunalen Behörden haben beide Projekt-Anpassungen genehmigt:

–     Fassade: Im bewilligten Bauprojekt war eine Metallfassade angedacht. Deren Bemusterung hätte im Laufe des Bauprozesses noch genauer erfolgen sollen. Nach nochmaliger Überprüfung verschiedener Aspekte beantragte die Baukommission dem Schulrat, die Metallfassade durch eine Holzfassade zu ersetzen. Der Schulrat stimmte dem Antrag zu, und die dadurch ausgelöste Revisionsplanung wurde rechtsgültig bewilligt. Die Fassade wird aus Schweizer Holz erstellt.

–     Parkier-Anlage: Im bewilligten Projekt umfasste die Anlage auch einen Wendeplatz für den Schulbus. Dafür hätten schützenswerte Bäume gefällt werden müssen. Zudem hat der Schulrat den Schulbus-Betrieb hin zur Schulanlage Risi überprüft und entschieden, ihn neu zu regeln, um den Verkehr und die damit verbundenen Risiken zu reduzieren: Künftig wird die Risi nur mehr für den Transport der Schülerinnen und Schüler aus den Gebieten oberhalb der Schulanlage direkt angefahren. In der Folge passte die Baukommission in Zusammenarbeit mit den Planern die Parkier-Anlage den neuen Anforderungen an. Die zuständigen Behörden genehmigten auch diese Anpassungen.

Weitere Arbeitsvergaben (Stand Oktober 2021)

–     Erstellung Holzfassade: ARGE Bleiker/Abderhalden, Wattwil

–     Metallzargen an Fassade: K&K Fassaden AG, St.Gallen

–     Küche Lehrerzimmer: Rüegg Holzbau, Ricken

Mehr Informationen auf schulewattwil.ch/de/portrait/aktuell/pressemitteilungen > Sanierung Schulanlage Risi.

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