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Wenn der Magen grüsst - Sodbrennen

Ungefähr jeder fünfte Schweizer lei¬det an Reflux, auch Sodbrennen ge¬nannt. Die Betroffenen verspüren ein schmerzhaftes Brennen in der Speiseröhre und leiden an saurem Aufstos¬sen. Ein gesunder Lebensstil kann Linderung verschaffen.

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Dr. med. Bianca-Manuela Erhart Leitende Ärztin Gastroenterologie

Dr. med. Bianca-Manuela Erhart Leitende Ärztin Gastroenterologie

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Wenn der saure Magensaft in die Speiseröhre zurückfliesst und die Schleimhautzellen angreift, spricht man von Reflux. Im Normalfall sorgt der Schliessmuskel zwischen dem Magen und der Speiseröhre dafür, dass das Essen nur von oben nach unten in den Magen hineinrutscht. Der Schliessmuskel ist zudem verantwortlich, dass keine Magensäure in die umgekehrte Richtung in die Speiseröhre zurückfliesst. Ist die Funktion des Magenschliessmuskels gestört und gelangt Magensaft in die Speiseröhre, berührt er die empfindlichen Schleimhäute. Die Betroffenen verspüren einen brennenden Schmerz im Rachen, ein Völlegefühl und vielleicht auch einen sauren Geruch im Mund.
Damit Sodbrennen überhaupt entsteht, sind zwei Hauptmechanismen verantwortlich. Einerseits ist die Funktion des Magenschliessmuskels gestört. Andererseits produziert der Magen zu viel Magensäure.

Magensäure – zuviel ist ungesund

Fetthaltige, frittierte oder süsse Speisen sowie alkoholische Getränke stören den Säuren-Basenhaushalt im Körper. Sie wirken zudem säurelockend und regen die Belegzellen des Magens zu einer höheren Produktion von Magensäure an. Deshalb machen sich die schmerzhaften Symptome besonders häufig nach üppigen Speisen bemerkbar. Aber auch Depressionen, Stress und Angststörungen können den Säuren-Basenhaushalt negativ beeinflussen.
Um Reflux zu vermeiden, ist ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung empfehlenswert.
Reflux ist zwar sehr unangenehm und schmerzhaft, aber zumeist harmlos. Wenn die Beschwerden häufiger auftreten, so empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Viele der beschriebenen Symptome können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten. Deshalb ist zur sicheren Diagnosestellung und Behandlung immer eine Arztkonsultation notwendig.

So beugen Sie vor:

- Reduzieren Sie den Konsum von Zucker, fetten und frittierten Speisen und trinken Sie Alkohol in moderaten Mengen.

- Essen Sie langsam und kauen sie richtig.

- Essen Sie vor dem Zubettgehen keine üppigen Speisen.

- Reduzieren Sie allfälliges Übergewicht.

- Sorgen Sie für weniger Stress im Alltag.

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