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Markteinschätzung

Besteht für den Anleger jetzt Handlungsbedarf?

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In den letzten Wochen haben sich vor allem die Aktienmärkte äusserst volatil gezeigt. Grosse Kursausschläge in beide Richtungen mit einer insgesamt negativen Tendenz prägten das Tagesgeschehen. Diese Entwicklung sowie die Tatsache, dass die aktuelle Aktienhausse eine der am längsten dauernden Aufwärtsbewegung der Beteiligungspapiere überhaupt darstellt, haben den einen oder anderen Anleger ins Grübeln gebracht. Ist es nun Zeit, die aufgelaufenen Gewinne ins Trockene zu bringen?

Ursachenforschung

Wie so oft bei solchen Korrekturen ist nicht ein einzelner Auslöser für die plötzlich steigende Risikoaversion der Anleger verantwortlich. Im vorliegenden Fall ist dies nicht anders. Es ist die Kumulierung verschiedener Unsicherheitsfaktoren, welche teilweise bereits das ganze Jahr das Marktgeschehen beeinflusst haben. Dazu gehören eine mögliche Eskalation des von den USA angezettelten Handelsstreits sowie die sich weltweit abzeichnende Normalisierung der Geldpolitik.

Seit dem Sommer sind zusätzlich politische Risiken wie der Budgetstreit mit Italien, die erfolglosen Brexit-Verhandlungen, Verschuldungssorgen einzelner Schwellenländer sowie verschiedene geopolitische Störfaktoren dazugekommen. Reicht diese Ansammlung einzelner Ereignisse tatsächlich für eine Beendigung des Aufwärtstrends an den Aktienmärkten? Wahrscheinlich nicht. Allerdings liefern sie genügend Gründe, um die Anleger zu verunsichern. Bei einer Zuspitzung des einen oder anderen Unsicherheitsfaktors werden risikoreiche Anlagen verkauft.

Die Entwicklung an den Finanzmärkten der letzten Jahre hat in den meisten Anlageklassen für satte Preiserhöhungen gesorgt. Die damit verbundenen Gewinne wollen die Investoren nicht kampflos hergeben und bringen sie deshalb situativ ins Trockene.

Wie weiter?

Dass bis jetzt keine anhaltende Ausverkaufsstimmung Einzug gehalten hat, ist in erster Linie der robusten Verfassung der globalen Wirtschaft zu verdanken. Die Unternehmen profitieren von guten Rahmenbedingungen und können ihre Gewinne stetig steigern. Dazu verhilft ihnen vor allem die anhaltende Kauflust der Konsumenten, welche ihrerseits von tiefen Arbeitslosenraten sowie günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren. Dieses Umfeld stellt den realwirtschaftlichen Gegenpol zu all den Unsicherheitsfaktoren dar.

Das sich die Rahmenbedingungen zukünftig ändern, ist angesichts der geldpolitischen Wende verschiedener massgebender Notenbanken nicht von der Hand zu weisen. Aber diese Tatsache ist bekannt und wird in den heutigen Kursen (an den Finanzmärkten wird die Zukunft gehandelt) grossenteils abgebildet. Politische Krisen sind in den meisten Fällen nicht prognostizierbar und damit schwierig einzuschätzen.

Deshalb liegt der Hauptfokus bei der Beurteilung der Finanzmärkte nach wie vor auf dem makroökonomischen Umfeld, welches sich im Grossen und Ganzen solide präsentiert.

Inwiefern eine Eskalation des Handelsstreits daran etwas ändern kann, ist schwierig zu sagen. Bis jetzt scheint es sich in erster Linie um eine unkonventionelle Verhandlungstaktik des US-Präsidenten zu handeln. Insgesamt bleibt das Umfeld für Aktienanlagen interessant.

Fazit

Was bedeutet dies nun für den Anleger? Kann er entspannt zurücklehnen und die erhöhten Tagesschwankungen ignorieren? Ja und nein. Ja, sofern seine Anlagestrategie dem persönlichen Risikobudget entspricht. Dem langfristig orientierten Anlagehorizont folgend, kann er grundsätzlich seiner Anlagestrategie treu bleiben. Nein, wenn auflaufende Gewinne oder prozyklische Umschichtungen zu überhöhten Risiken in der aktuellen Positionierung geführt haben. Dann ist es jetzt Zeit, seine Anlage wieder an das eigene Risikoprofil anzupassen.

ZUM AUTOR Sascha Haudenschild ist Leiter Portfolio Management bei der Aargauischen Kantonalbank

ZUM AUTOR Sascha Haudenschild ist Leiter Portfolio Management bei der Aargauischen Kantonalbank

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