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Hypothek zurückzahlen?

Soll ich meine Hypothek abbezahlen oder vergebe ich mir dabei einen Steuervorteil?

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AKB Publireportage 10.2016

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Wer sich den Traum der eigenen vier Wände erfüllt hat, sieht sich häufig mit der Frage konfrontiert: Wie soll ich am besten meine Hypothek amortisieren?
Bei der Finanzierung des selbstgenutzten Eigenheimes müssen die Eigentümer 20% des Objektwertes (Belehnungswert) in Form von eigenen Mitteln aufbringen. Diese müssen zu mindestens 10% aus Barmitteln bestehen, die weiteren Eigenmittel können auch durch die Verpfändung von Vorsorgegeldern erfolgen. Die verbleibenden 80% (oder brutto 90% bei Verpfändung von Vorsorgegeldern) werden durch die Bank mittels Hypothekarkredit finanziert.
Beläuft sich der Belehnungswert beispielsweise auf eine Million Franken, so müssen 200’000 Franken aus eigenen Mitteln aufgebracht werden und 800’000 Franken werden durch ein Hypothekarkredit finanziert.
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Hypothekarschuld innert maximal 15 Jahren auf zwei Drittel des Belehnungswertes der Liegenschaft zu amortisieren ist. Diese Amortisation hat linear zu erfolgen, beginnend spätestens zwölf Monate nach Auszahlung der Hypothek. Im Kontext des aktuell extrem tiefen Zinsumfeldes beziehungsweise im Sinne einer schnellen Entschuldung empfehlen die meisten Banken, höhere Amortisationen zu leisten. Die Rückzahlung/Amortisation des Hypothekarkredites kann direkt oder indirekt erfolgen. Die indirekte Amortisation, beispielsweise über die Einzahlung und Verpfändung von Guthaben der Säule 3a sind möglich.
Steuerlich von Bedeutung ist der Entscheid «direkt» oder «indirekt» zu amortisieren.
Bei der direkten Amortisation verkleinert sich die Schuld laufend und die Zinsbelastung nimmt ab. Die Steuerbelastung nimmt zu, weil immer weniger Schuldzinsen in Abzug gebracht werden können und die Amortisationen nicht abzugsfähig sind.
Bei der indirekten Amortisation werden die vereinbarten Amortisationstranchen beispielsweise auf ein Konto 3 a einbezahlt. Diese Einzahlungen sind steuerlich abzugsfähig und auf den angesparten Vermögenswerten fallen keine Vermögenssteuern an. Die Schuldzinsen bleiben unverändert hoch und sind ebenfalls steuerlich abzugsfähig.
In aktuellen negativen Zinsumfeld stellt sich jedoch vermehrt die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, die Hypothek zu reduzieren und damit eine bessere Rendite zu erzielen als die verbreitete Nullzins-Situation auf den Sparkonten.
Ob und in welcher Höhe sich eine Rückzahlung lohnt, hängt von unter-schiedlichen Faktoren ab. Diese können nur individuell eruiert und bestimmt werden:

Daniel Binder ist Leiter Privat- und Geschäftskunden bei der Aargauischen Kantonalbank Olten.

Daniel Binder ist Leiter Privat- und Geschäftskunden bei der Aargauischen Kantonalbank Olten.

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  1. Wie viel Rendite kann ich erzielen?
    Eine Faustregel sagt, dass eine Amortisation sich dann lohnt, wenn die Rendite, die ich durch Anlegen des Geldes erzielen kann tiefer ist als die Hypothekarzinsen abzüglich Steuern.
  2. Wie gross ist meine finanzielle Flexibilität?
    Wenn ich mehr in die Immobilie stecke, bleiben dann noch genügend Mittel, um die übrigen Bedürfnisse zu decken – zum Beispiel für Familie, Ferien, Möbel, Auto oder für Unvorhergesehenes?
  3. Kann ich die Hypothek jederzeit wieder aufstocken?
    Wenn ich die Hypothek teilweise zurückbezahlt habe und in einen Liquiditätsengpass gerate – kann ich dann die Hypothek wieder aufstocken? Die Vergabe von Hypotheken wurde in den letzten Jahren stetig verschärft. Insbesondere Pensionäre und ältere Kreditnehmer bekunden vermehrt Mühe. Hypothekarkredite wieder aufzustocken.
    Ein ausgewogener Mix aus direkter und indirekter Amortisation kann nur basierend auf einer individuellen Beurteilung und persönlicher Planung nachhaltig vorteilhaft sein.

Weitere Informationen unter: www.akb.ch

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Stadtanzeiger Olten
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