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DAS GEHT AN DIE NIEREN

Die Redewendung "Das geht an die Nieren" hat ihren Ursprung im Mittelalter. Gemeinsam mit dem Herzen standen die Nieren sinnbildlich für das Innere des Menschen. Damals wie heute ist eine intakte Nierenfunktion von grosser Bedeutung. Oft wird dies erst erkannt, wenn sie mal ausfällt.

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Vielseitige Aufgaben

1800 Liter Blut strömen Tag für Tag durch unsere Nieren: Zu Reinigungszwecken wird Primärharn und daraus später dann Urin gebildet. Der Körper scheidet täglich 1,4 Liter Urin aus und befreit uns so von Giftstoffen. Zudem regulieren die Nieren den Wasser- und Elektrolythaushalt sowie das Säure-Basen-Gleichgewicht. Sie produzieren aber auch Hormone und regeln den Blutdruck sowie die Bildung roter Blutkörperchen.

Schleichende Erkrankung

Weitverzweigt ist das Filtersystem der Nieren. So greift es in zahlreiche Prozesse des Körpers ein. Verminderte Harnausscheidung, Wasseransammlungen im Körper, Blut im Urin, Übelkeit, Erbrechen und Juckreiz unklarer Ursache ... dies alles sind mögliche Anzeichen für Krankheiten, die dieses Organ betreffen. Der Gang zum Hausarzt und/oder Nephrologen ist nun unabdingbar. Mittels Blutentnahme, Urinproben und einer Ultraschalluntersuchung stellt der nephrologische Facharzt dann die genaue Diagnose. Auch Nierenbiopsate zur Gewebeanalyse müssen in manchen Konstellationen durchgeführt werden. Gerade im frühen Stadium lassen sich einige Nierenerkrankungen noch gut medikamentös behandeln.

PD Dr. med. Stefan Zschiedrich Chefarzt Nephrologie Bürgerspital Solothurn

PD Dr. med. Stefan Zschiedrich Chefarzt Nephrologie Bürgerspital Solothurn

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Dialyse

Ist die Nierenerkrankung so weit fortgeschritten, dass keine andere Therapie die Schädigung der Nierenfunktion rückgängig machen kann, dann ist eine Blutwäsche, genannt Dialyse, erforderlich. Dies kann als Hämodialyse an der Maschine oder als Bauchfelldialyse durchgeführt werden. Die Nierentransplantation ist die einzige Alternative zur Blutwäsche. Der regelmässige Gang zur Hämodialyse ist für viele belastend. Er kann aber auch an andern Spitälern erfolgen, so dass Ferien oder längere Ortsabwesenheiten möglich sind. Mit der Bauchfelldialyse ist man prinzipiell unabhängiger.

Tipps zur Vorbeugung von chronischem Nierenversagen:

• Regelmässige Kreatinin- und Urinstix-Kontrollen beim Hausarzt durchführen lassen
• Bluthochdruck (Hypertonie) und Diabetes mellitus frühzeitig erkennen und gründlich einstellen lassen

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