Wil
Apfelgeschichte aus Thurgovia: Oskar Süess adelt die Thurgauer Apfelkönigin mit einem Buch

Dank dem Wiler Geschichtenerzähler Oskar Süess hat die Thurgauer Apfelkönigin nun eine eigene Geschichte. Das von Kinga Maria Schielke illustrierte Buch wurde am Samstag in Wil dem interessierten Publikum vorgestellt.

Ruth Bossert
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Oskar Süess und Kinga Maria Schielke freuen sich, das Buch der Öffentlichkeit vorzustellen.

Oskar Süess und Kinga Maria Schielke freuen sich, das Buch der Öffentlichkeit vorzustellen.

Bild: Ruth Bossert

Der spätsommerliche Samstagnachmittag war ideal für eine Vernissage im kleinen Rahmen. Vor der Buchhandlung Adhoc bot ein Buffet mit Apfelspezialitäten den gut zwei Dutzend Gästen das richtige Ambiente, um mit dem Geschichtenerzähler Oskar Süess und der Illustratorin Kinga Maria Schielke das neu erschienene Buch «Die Apfelkönigin» zu feiern.

Es sei nicht selbstverständlich, dass die Illustratorin Kinga Maria Schielke den weiten Weg von Augsburg auf sich genommen habe und heute in Wil sein könne, sagte Oskar Süess und wirbelte durch die kunterbunte Gästeschar, damit er jeden Gast persönlich begrüssen konnte. Unterdessen schmökerten die Anwesenden im hübsch gestalteten Kinderbuch und waren über die ganzseitigen bunten Illustrationen der deutschen Künstlerin begeistert.

«Mit viel Liebe zum Detail hat sie das Buch zum Strahlen gebracht», sagt Süess, der im richtigen Leben mal Koch war und nun seit über zehn Jahren als Geschichtenerzähler in Kindergärten und Schulen unterwegs ist.

Facebook hat geholfen

«Es war einmal ein kleines Königreich namens Thurgovia...» heisst der erste Satz im Buch. Thurgovia sei bekannt für seine Äpfel und dies war wohl auch die Werbeidee von Agrarmarketing Thurgau, als vor einigen Jahren die Wahl der Thurgauer Apfelkönigin lanciert wurde. Vor sieben Jahren hatte Süess an der Frauenfelder Martini-Messe einen Auftritt als Erzähler und lernte die damalige Thurgauer Apfelkönigin kennen. Im Gespräch mit ihr fiel ihm auf, dass die Apfelkönigin im Grunde genommen ein reines Marketinginstrument sei und dies konnte der poetisch verspielte ehemalige Thurgauer nicht auf sich sitzen lassen. Noch am selben Anlass erzählte er zum ersten Mal eine Apfelköniginnengeschichte, die unwesentlich anders war als wie sie heute im Buch vorliegt. Natürlich wurde sie noch gefeilt, gerundet und verknappt, doch schon damals an der Messe wie in den vergangenen Jahren war die Zuhörerschaft begeistert.

Vergeblich zahlreiche Verlage angeschrieben

Stolz hält Oskar Süess das fertige Werk in seinen Händen. Mehr als ein Dutzend Verlage habe er erfolglos angeschrieben, die Suche nach einer Zeichnerin oder einem passenden Zeichner sei schwierig gewesen, oft dachte er, das Projekt käme nicht zustande. Doch irgendwann kam Leben in die Sache. Er suchte über Facebook eine Illustratorin und fand Kinga Maria Schielke und den Verlag Via Cuora, bei welchem Schielke auch schon ein Buch heraus gegeben hat. «Es war ein Glücksfall» sind sich beide einig. Sie war fasziniert von seiner Geschichte und er war begeistert von ihren Zeichnungen und so lief die Zusammenarbeit zügig voran.