Natur
Der Wolf geht um: An zwei Orten Schafe gerissen

Im Gebiet Roslenalp (Sax) und auf dem Gulmen (Wildhaus) hat mutmasslich derselbe Übeltäter innert weniger Tage zweimal zugeschlagen.

Robert Kucera
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Im Gebiet der Roslenalp sind vier Schafe von mutmasslich einem Wolf gerissen worden.

Im Gebiet der Roslenalp sind vier Schafe von mutmasslich einem Wolf gerissen worden.

Bild: Corinne Hanselmann

Auf dem Gebiet Roslenalp bei Sax bot der Freitag, 16. Juli, ein grausiges Bild: zwei tote Schafe und zwei weitere so schwer verletzt, dass man sie erlösen musste. Wie Dominik Thiel, Leiter des Amts für Natur, Jagd und Fischerei, dem W&O gegenüber festhält, habe ein Wolf die Schafe auf dem Gewissen. Die Herde befand sich auf freiem Gelände und war nicht durch einen Zaun geschützt.

Noch wisse man nicht, ob ein bereits bekannter einheimischer Wolf der Übeltäter war oder ein eingewandertes Exemplar. Thiel erklärt weiter, dass man ausserdem anhand der gemachten DNA-Proben ebenfalls feststellen werde, ob es ein Wolf war oder mehrere.

Ein Zaun wäre eine sinnvolle Sache

Nur wenige Tag später, am Dienstag, kam es in der Region zu einem weiteren Zwischenfall. Ein Wolf hat auf dem Gulmen (Wildhaus) zwei Schafe gerissen. Die Vermutung liegt nahe, dass es derselbe war wie auf der Roslenalp. Klarheit, so Thiel, schaffen erst die DNA-Proben von beiden Tatorten.

Auf der Roslenalp sind die Schafe mittlerweile geschützt. Mittels Helikopter seien Zäune nach oben gebracht worden. Wie Thiel weiter berichtet, sei prompt am Samstag beim neu aufgestellten Zaun ein Wolf gesichtet worden, der bei dem Hindernis dann unverrichteter Dinge kehrtmachte.

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