Kreditvorlage
Schule Rorschach braucht 422 Notebooks und 133 iPads: Der Kredit für die Anschaffung untersteht dem fakultativen Referendum

Beeinträchtigt durch Corona und Ukraine-Krieg sind auch die Lieferzeiten in der IT-Branche unsicherer und länger geworden. Die Schule Rorschach zieht aus diesem Grund die Beschaffung von Computern und Tablets vor, wobei der Kredit dafür 550'000 Franken beträgt.

Rudolf Hirtl
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Schulratspräsident Guido Etterlin, Elina Schlegel, Leiterin der Schulverwaltung, und Stadtschreiber Richard Falk (rechts) informieren über dringende Anschaffungen der Schule Rorschach.

Schulratspräsident Guido Etterlin, Elina Schlegel, Leiterin der Schulverwaltung, und Stadtschreiber Richard Falk (rechts) informieren über dringende Anschaffungen der Schule Rorschach.

Bild: Rudolf Hirtl

Weisse Ballons fliegen am offenen Fenster vorbei, losgelassen von einer Hochzeitsgesellschaft, als Schulratspräsident Guido Etterlin, Elina Schlegel, Leiterin der Schulverwaltung, und Stadtschreiber Richard Falk über die vorgezogene IT-Beschaffung für die Schule Rorschach informieren. «Wir haben im Jahresbericht der Schule angekündigt, dass die Überarbeitung des Medienbildungskonzeptes ansteht und in diesem Rahmen die vollständige Erneuerung des Informatikparks der Schule auf den Sommer 2023 hin geplant ist. Die IT der Schule ist so konzipiert, dass wir jeweils eine Gesamterneuerung machen, statt Hardware in Tranchen zu ersetzen», sagt Etterlin und ergänzt:

«Die Geräte werden stark beansprucht. Nach fünf Jahren sind sie verschlissen und reparaturanfällig, weshalb sie erneuert werden müssen.»

Normalerweise würden Geräte innerhalb weniger Wochen geliefert, so der Schulratspräsident. Aufgrund weltweit gestörter Lieferketten seien die Wartezeiten heute wesentlich länger. Aus diesem Grund werde über den Kredit von 550'000 Franken nicht an der ordentlichen Bürgerversammlung im kommenden Frühling abgestimmt, sondern die Beschaffung vorgezogen, weil die Bestellung spätestens Anfang Dezember 2022 erfolgen müsse, damit Notebooks und Tablets auf den Sommer 2023 hin zur Verfügung stünden. Der Kredit für diese Beschaffung untersteht in der Zeit vom 9. September bis 19. Oktober dem fakultativen Referendum.

In der Oberstufe Notebooks für alle

Laut Etterlin wurde die Beschaffung der 422 Notebooks, der Option von 133 iPads sowie der Kosten für die Einbindung ins Netzwerk der Schule öffentlich ausgeschrieben. Der Stadtrat habe den Auftrag an die Computacenter TS GmbH mit Sitz im luzernischen Neudorf erteilt, da diese Offerte der WTO-Ausschreibung entsprochen habe.

Eingesetzt werden sollen die Geräte unter anderem im Kindergarten (2 iPads) für den spielerischen Zugang zu Lern-Apps, in der Unterstufe (110 iPads) für die Intensivierung des Lernens mit geeigneten Lern-Apps, die Mittelstufe (140 Notebooks) für das Erlernen von Windows-Programmen, die auch in der Oberstufe und weiterführenden Schulen zum Einsatz kommen und in der Oberstufe, wo eine 1:1-Abdeckung mit Laptops für alle Schülerinnen und Schüler vorgesehen ist. Ausserdem erhalten alle 120 Lehrpersonen ein eigenes Notebook, einige Förderlehrpersonen werden mit iPads ausgestattet.

Geräte zu günstigen Preisen an Schüler weitergeben

Gesamt verfügt die Schule Rorschach über 500 Computer für 900 Schülerinnen und Schüler sowie 120 Lehrpersonen. Damit werde eine Abdeckung von einem Gerät auf zwei Personen erreicht. Gemäss Medienbildungskonzept sollen in der Oberstufe ab Sommer 2023 alle Schülerinnen und Schüler einen eigenen Computer haben. Die Mittelstufenklassen werden mit je einem Halbklassensatz Notebook ausgerüstet. Auf der Unterstufe haben alle Klassen vier iPads zur Verfügung. Im Kindergarten stehen pro Klasse zwei iPads zur Verfügung, weil Kinder und Eltern schon früh lernen sollen, dass Computer nicht nur zum Spielen und zur Unterhaltung dienen, sondern viele wertvolle und pädagogisch sinnvolle Lernapplikationen zur Verfügung stehen.

Laut Guido Etterlin ist angedacht, dass Schülerinnen und Schüler der zweiten oder dritten Oberstufe funktionstüchtige Occasionsgeräte für einem Restwert übernehmen können, um diese beispielsweise an weiterführenden Schulen zu benutzen. Wie dies genau umgesetzt werden soll, werde aktuell diskutiert. Auch Fragen zur Kostenübernahme, wenn etwa Schülerinnen oder Schüler Computer beschädigten, seien noch zu klären.

Klar ist, die Schule hat, neben Notebooks und Tablets, weiteren Erneuerungsbedarf bei Peripherie-Geräten. So wird aktuell geprüft, auf welchen Stufen der Einsatz von interaktiven Whiteboards gewinnbringend ist. Ebenso muss die Ausstattung mit Druckern erneuert werden. Der Kredit dafür wird der Bürgerschaft zu einem späteren Zeitpunkt separat unterbreitet.