Schulschluss
Die meisten machen eine Lehre: 96,7 Prozent der Thurgauer Schulaustretenden haben eine Anschlusslösung

83 Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus dem Kanton Thurgau wissen noch nicht, was sie nach den Sommerferien machen. 96,7 Prozent der Jugendlichen haben hingegen bereits eine Anschlusslösung. Mehr als 70 Prozent machen eine Berufslehre.

Drucken
2531 Jugendliche haben diesen Sommer die 3. Sekundarschule im Thurgau abgeschlossen.

2531 Jugendliche haben diesen Sommer die 3. Sekundarschule im Thurgau abgeschlossen.

Laurent Gillieron / Keystone

Fast alle wissen, was sie nach der Schule tun. Mit Stichtag 30. Juni wurde die jährliche Umfrage bei den Lehrpersonen aller Abschlussklassen durchgeführt, teilt der Kanton mit. «Von den 2531 Schulaustretenden haben 2448 eine Anschlusslösung, das entspricht einer Quote von 96,7 Prozent.» 2111 Schulaustretende (83,4 Prozent) haben eine definitive Anschlusslösung, sie beginnen nach den Sommerferien eine berufliche Grundbildung EFZ oder EBA oder treten in eine weiterführende Schule ein.

«83 Jugendliche wissen aktuell noch nicht, wo ihr Platz nach den Sommerferien ist.» Einerseits sei es so, dass einige von ihnen kurz vor Abschluss eines Lehrvertrags stehen. Darüber hinaus lasse die grosse Zahl noch offener Lehrstellen hoffen, dass viele von ihnen noch einen Lehrvertrag mit Beginn 2022 unterschreiben können. Noch 715 Lehrstellen seien auf berufsberatung.ch für den Kanton Thurgau als offen gemeldet.

Die meisten treten ins Berufsleben ein

71,2 Prozent der Schulaustretenden wählen den beruflichen Einstieg via eine berufliche Grundbildung. «Das ist eine im Mehrjahresvergleich stabile Zahl, letztes Jahr waren es 70 Prozent», schreibt der Kanton. Dieser konstant hohe Wert zeige das grosse Vertrauen in die duale Berufsbildung. Bei den meistgewählten Berufen ist nach wie vor Kauffrau/-mann erste Wahl, gefolgt von Fachfrau/-mann Gesundheit und Detailhandelsfachfrau/-mann. Eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr ist bei Fachfrau/-mann Betreuung zu sehen, bei den anderen vorderen Plätzen ist ein minimer Rückgang festzustellen.

Der Anteil der Jugendlichen, welche aus der 3. Sekundarschule eine weiterführende Schule wählen, bewegt sich mit 12,2 Prozent im Schnitt der Vorjahre. Rückschlüsse auf die allgemeine Mittelschulquote im Thurgau lässt diese Zahl jedoch nicht zu, weil die bereits aus der 2. Sekundarschule in eine Mittelschule Übertretenden in dieser Umfrage nicht mehr erfasst werden. Die effektive Maturitätsquote ergibt sich, wenn die Abschlüsse bis zum 25. Altersjahr inklusive Berufs- und Fachmaturität berücksichtigt werden. Sie beträgt im Kanton Thurgau mit Stand November 2021 32,8 Prozent.

Schnupperlehren konnten wieder vermehrt stattfinden

Die Aufnahmestelle erhielt insgesamt 262 Anmeldungen für ein Brückenangebot im Schuljahr 2022/23. «Die Anmeldezahlen liegen damit unter denjenigen der beiden Coronajahre 2020 und 2021 und befinden sich sogar leicht unter dem Niveau von 2019.» Der Rückgang der Anmeldezahlen zeige, dass sich die Situation während der Berufswahl beruhigt habe, Schnupperlehren wieder vermehrt stattfinden konnten und die Jugendlichen wieder zuversichtlicher seien, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. (red)