Gewalt
Tötungsdelikt mit anschliessendem Suizid: Vater und Tochter in Rapperswil-Jona tot aufgefunden

In einem Einfamilienhaus in Rapperswil-Jona wurden am Montag ein 54-jähriger Schweizer und seine 12-jährige Tochter tot aufgefunden. Die Polizei geht davon aus, dass der Vater seine Tochter umbrachte und sich anschliessend das Leben genommen hat. Details zur Tat werden keine an die Öffentlichkeit weitergegeben.

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Die genauen Umstände der Tat werden nun untersucht.

Die genauen Umstände der Tat werden nun untersucht.

Bild: BRK News

Am Montagmorgen ist um 7:45 Uhr von einer aussenstehenden Auskunftsperson gemeldet worden, dass an der Fluhstrasse in Rapperswil-Jona eventuell etwas vorgefallen sein könnte. «Die Person hat etwas festgestellt oder beobachtet, das ihm komisch vorkam. Was genau diese Feststellung war, ist nicht bekannt», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage. Die Rettungskräfte fanden einen 54-jährigen Schweizer und seine 12-jährige Tochter tot im Einfamilienhaus vor, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt.

Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St.Gallen gehen davon aus, dass der Vater mutmasslich seine Tochter umbrachte und sich anschliessend das Leben genommen hat. Die Ermittlungen vor Ort seien nun abgeschlossen, wie Hanspeter Krüsi auf Anfrage am Donnerstag mitteilt. «Alle Erkenntnisse fliessen in das laufende Strafverfahren mit ein. Diese sind allerdings nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, auch aus Respekt der hinterbliebenen Familie gegenüber.»

Die genauen Umstände der Tat werden nun unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen, des Institutes für Rechtsmedizin und verschiedener Fachdienste der Kantonspolizei St.Gallen untersucht. «Dazu gehören Todesursache der beiden Opfer sowie das Tatmotiv», erklärt Krüsi. Die Ehefrau und die ältere, gemeinsame Tochter befanden sich zum Tatzeitpunkt ausser Haus. Für die Betreuung der Angehörigen wurde psychologische Hilfe aufgeboten, heisst es im Communiqué der Kantonspolizei.

Es herrsche unendliches Leid bei der hinterbliebenen Familie, aber auch beim Bekanntenkreis, den Arbeitskollegen, den Freunden. «Auch für uns sind solche Einsätze jeweils sehr schwierig und emotional und gehen nicht spurlos an uns vorbei», sagt Krüsi. Man habe sich auch intern dafür entschieden, dass nur so viele Polizisten wie nötig die Details wissen, auch aus Schutz. «Es reicht, wenn ich die Bilder am Tatort gesehen habe.» Da müsse er nicht noch weitere Personen damit belasten. Krüsi: «Das ist einer dieser Fälle, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.» (kapo/evw/alr)

Video: Video Unit chmedia

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