Ukraine-Krieg
Appenzell Ausserrhoden bereitet sich auf ukrainische Geflüchtete im Schulalter vor

Die Anzahl der ukrainischen Geflüchteten in Appenzell Ausserrhoden nimmt stetig zu. Darunter sind viele Kinder und Jugendliche im Schulalter. Der Kanton hat einen Leitfaden verfasst, der unter anderem den Krieg altersgerecht thematisiert.

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Mit den Geflüchteten kommen zunehmend Kinder und Jugendliche in den Kanton Appenzell Ausserrhoden an.

Mit den Geflüchteten kommen zunehmend Kinder und Jugendliche in den Kanton Appenzell Ausserrhoden an.

Bild: Dumitru Doru / EPA

Die Anzahl der Schutzsuchenden aus der Ukraine, die ihre Heimat wegen des Krieges verlassen mussten, nimmt auch in Appenzell Ausserrhoden kontinuierlich zu. Gemäss einer Medienmitteilung des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom Dienstag sind darunter viele Kinder und Jugendliche im obligatorischen Schulalter. Der Kanton schreibt: «Es ist davon auszugehen, dass die Schulen in Appenzell Ausserrhoden demnächst vor der Herausforderung stehen werden, eine grössere Anzahl aus der Ukraine geflüchtete Kinder zu unterrichten.»

Die Schulung werde kantonsweit koordiniert. Das Departement Bildung und Kultur und die Schulen bereiten sich auf verschiedene Szenarien vor, abhängig von der Anzahl der Geflüchteten im schulobligatorischen Alter und der Dynamik der Flüchtlingsbewegung. Je nach eintreffendem Szenario sollen die Kinder und Jugendlichen in die bestehenden Regelklassen integriert, in besonderen Lerngruppen oder in spezifischen Integrationsklassen unterrichtet werden.

Integration von Kindern nicht neu

Die Integration von Kindern und Jugendlichen ohne Kenntnisse der deutschen Sprache und auch diejenige von Personen aus Kriegsgebieten ist für die Volksschule grundsätzlich kein neues Phänomen, schreibt der Kanton in der Mitteilung.

Um auf die aktuelle Lage vorbereitet zu sein, habe das Departement Bildung und Kultur einen Leitfaden zur Schulung von Flüchtlingen im Volksschulalter formuliert. Darin sind Hinweise zur Gestaltung des Unterrichts, zur altersgemässen Thematisierung des Kriegs, zur Beziehungsgestaltung, zur Begleitung der Lehrpersonen oder zum Umgang mit der Sprache formuliert. Der Grad der Unterstützung hänge von der individuellen Situation des Kindes und vom eintreffenden Szenario ab. (kk)