Unfallversicherung
Suva senkt erneut die Prämien

Dank einer günstigen Risikoentwicklung und der Erstattung von überschüssigen Kapitalerträgen sinken die Prämien per 2023 ausserordentlich stark. Bereits dieses Jahr waren die Prämien gesunken.

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Der Suva-Hauptsitz in Luzern.

Der Suva-Hauptsitz in Luzern.

Bild: Patrick Hürlimann (19. August 2021)

Die Suva blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Die Unfallversicherung mit Sitz in Luzern weist für das Jahr 2021 ein positives Jahresergebnis von 331 Millionen Franken aus. Zum Vergleich: 2020 betrug der Betriebsgewinn 241 Millionen Franken. Die Anlageperformance erreichte 7,5 Prozent nach 5,3 Prozent im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Dank der günstigen Risikoentwicklung und der Rückerstattung von Überschüssen aus den Vorjahren sinken die durchschnittlichen Nettoprämiensätze in der Berufsunfallversicherung (BUV) nun erneut massgeblich, schreibt die Suva. In der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) sinken die durchschnittlichen Nettoprämiensätze aufgrund der günstigen Entwicklung des Risikos leicht. Je nach Schadenverlauf gibt es in den einzelnen Risikoklassen (sprich: Branchen) unterschiedliche Entwicklungen.

Mit der zusätzlichen Erstattung von überschüssigen Anlageerträgen im Umfang von 20 Prozent der Nettoprämien in der Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung für alle versicherten Betriebe der Suva wird die durchschnittliche Prämienbelastung sowohl in der BUV wie auch in der NBUV im Jahr 2023 erneut ausserordentlich tief sein. Bereits im Vorjahr hatte die Suva historisch tiefe Prämien für die Versicherten angekündigt.

Im Jahr 2021 registrierte die Suva insgesamt rund 450'000 Unfälle und Berufskrankheiten (Vorjahr: 430'000). Das sind mehr als im ersten Coronajahr 2020, aber immer noch deutlich weniger als im Jahr 2019 vor der Pandemie. Die Anzahl der neuen Invalidenrenten ist mit 1092 Fällen (Vorjahr: 1141) weiterhin rückläufig. Aufgrund der geringeren Anzahl neuer Invalidenrenten konnten letztes Jahr Rückstellungen aufgelöst werden. Dies trug wesentlich zum positiven Jahresergebnis 2021 bei, heisst es in der Mitteilung weiter. (mim)