Transaktion
ABB verkauft Dodge für 2,9 Milliarden US-Dollar an RBC Bearings

Der Verkauf der Division Mechanical Power Transmission (Dodge) bringt ABB 2,9 Milliarden Dollar ein. Das Geld soll in Dividenden und Neuakquisitionen des Schweizer Industriekonzerns fliessen.

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ABB prüft den Ausstieg aus einer weiteren Division und will dafür mit E-Mobility an die Börse. (Symbolbild)

ABB prüft den Ausstieg aus einer weiteren Division und will dafür mit E-Mobility an die Börse. (Symbolbild)

Keystone

ABB kommt bei seinem Firmenumbau weiter voran. Der nicht-operative Buchgewinn aus dem Verkauf von Dodge werde etwa 2,2 Milliarden US-Dollar betragen, meldete der Industriekonzern am Montag. Rund 400 Millionen davon dürften als transaktionsbedingte zahlungswirksame Steuerzahlungen abfliessen. Mit dem Verkauf will ABB das organische Wachstum stärken, höhere Dividenden ausschütten und wertsteigernde Akquisitionen tätigen.

Als weitere Schritte bei der Transformation der ABB nennt das Unternehmen den Ausstieg aus der Division Turbocharging und einen möglichen Börsengang der Division E-Mobility. Über die beiden Projekte werde zu gegebenem Zeitpunkt informiert, wird CEO Björn Rosengren in der Mitteilung zitiert.

Spekulationen über weitere Verkäufe

Der Dodge-Verkauf betrifft vor allem den amerikanischen Kontinent. Dort fallen 90 Prozent des Umsatzes von zuletzt 600 Millionen US-Dollar an. Der Hauptsitz des Unternehmens mit weltweit 1'500 Mitarbeitern ist in Florida. Einen entsprechenden Verkauf hatte ABB-Chef Björn Rosengren jüngst in Aussicht gestellt. Die Transaktion soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Unter der neuen Eigentümerin RBC Bearings soll Dodge es weiter wachsen.

Der Konzern steckt in einem Umbau. Im Juni hatte das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» berichtet, der Konzern prüfe die Abspaltung der Sparte Prozessautomation. Eine solche Veräusserung wäre für ABB ein einschneidender Schritt. Der Bereich macht mit knapp 6 Milliarden Dollar Jahresumsatz und rund 22'000 Mitarbeitenden rund ein Fünftel des Konzerns aus. In Sachen Profitabilität hinkt die Sparte aber am weitesten den Zielvorgabe des Konzerns hinterher. (wap/dpa)

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