Sommer
Fehlende Touristen, schlechtes Wetter: Schweizer Seilbahnen verzeichnen weiterhin rückläufige Umsätze

Die Schweizer Seilbahnunternehmen konnten sich noch nicht komplett von der Coronakrise erholen und müssen mit einigen Ausnahmen weiterhin Umsatzeinbrüche hinnehmen.

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Viele Schweizer Seilbahnen leiden noch unter den Auswirkungen der Coronakrise. (Symbolbild)

Viele Schweizer Seilbahnen leiden noch unter den Auswirkungen der Coronakrise. (Symbolbild)

Keystone

Obwohl in dieser Sommersaison die meisten Coronamassnahmen aufgehoben wurden und auch für Seilbahnkabinen keine Beschränkungen mehr gelten, ist für viele Betreiber die Normalität noch nicht zurückgekehrt. Wie Seilbahnen Schweiz in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt, verzeichneten die Unternehmen von Mai bis Ende Juli im Schnitt einen Umsatzrückgang von 33 Prozent, verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2019. Die Zahl hat der Verband aus einer repräsentativen Stichprobe von 50 Seilbahnunternehmen errechnet.

Laut Seilbahnen Schweiz fehlen vielerorts noch die Gäste aus dem Ausland. Insbesondere in der Zentralschweiz, im Berner Oberland und im Wallis könnten die fehlenden Umsätze nicht mit Schweizer Touristen kompensiert werden. Ausnahme sind laut dem Verband kleinere Unternehmen, die auf ein nationales und regionales Publikum ausgerichtet sind.

Tessin und Graubünden profitieren

Ein weiterer Faktor für die schwierigen Sommermonate war das schlechte Wetter. Tagesgäste blieben deshalb vielfach aus. Die Zentralschweizer Bahnen verzeichneten laut dem Seilbahn-Verband den grössten Umsatzrückgang mit 76 Prozent, gefolgt vom Berner Oberland mit 46 und dem Wallis mit 18 Prozent. In der Ostschweiz war der Rückgang mit 9 Prozent geringer als in den anderen Regionen.

Anders sieht es in den Kantonen Tessin und Graubünden aus. Dort wurden sogar mehr Gäste als 2019 verzeichnet. Im Tessin hätten die Seilbahnbetreiber von überdurchschnittlichem Sonnenschein und einem guten Pfingstwochenende profitieren können. Die Umsätze stiegen um 26 Prozent. Der Kanton Graubünden habe den Vorteil einer Gästestruktur, welche hauptsächlich aus Schweizern und Westeuropäern besteht, so Seilbahnen Schweiz. Weil auch das Wetter leicht besser war als im Mittelland, verzeichneten die Bündner Seilbahnen ein Umsatzwachstum von 16 Prozent. (agl)

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