SIX
Schweizer Börsenbetreiberin meldet solide Halbjahreszahlen

Obwohl die Pandemie noch immer aufs Geschäft drückt, meldet die Börsenbetreiberin SIX fürs erste Halbjahr solide Geschäftszahlen. Dazu trägt nicht zuletzt ein Zukauf bei, der sich nun auszahlt.

Samuel Thomi
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Die Betreiberin der Schweizer Börse meldet fürs erste Halbjahr solide Geschäftszahlen. Nicht zuletzt dank dem Zukauf der spanischen Börse.

Die Betreiberin der Schweizer Börse meldet fürs erste Halbjahr solide Geschäftszahlen. Nicht zuletzt dank dem Zukauf der spanischen Börse.

Keystone

Für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres meldet die Schweizer Börsenbetreiberin SIX einen Betriebsertrag von 745,8 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies einem Plus von 19,5 Prozent. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen weist das Unternehmen noch ein Ebitda von 226,1 Millionen aus. Dies ist ein Plus von 49,2 Prozent. Weil das Geschäft mit dem Geld wegen der Coronapandemie jedoch «weiterhin herausfordernd» sei, wertet die Finanzmarktinfrastruktur-Betreiberin das Halbjahresergebnis in der Mitteilung vom Freitag als «solide».

Die Steigerung des Betriebsertrags, und insbesondere das starke Plus beim Ebitdta, führt SIX jedoch hauptsächlich darauf zurück, dass die spanische Börse BME nun erstmals voll integriert ist in die Geschäftszahlen. Die SIX hatte BME im letzten Jahr übernommen und führt sie seit vergangenem Juni in ihren Büchern. Die bereinigten Pro-forma-Zahlen zum Ebitda dagegen zeigten einen leichten Rückgang von -2,9 Prozent. Ohne BME wäre auch der Betriebsertrag im ersten Halbjahr (2,4 Prozent) gesunken.

Wertschriftenhandel bricht ein – Grossbritannien punktet

Dieser leichte Rückgang sei allerdings «auf eine Normalisierung der Marktvolatilität im Vergleich zu den Rekordwerten im Vorjahr» zurückzuführen, schreibt SIX. Zudem habe im ersten Halbjahr der Handel mit Schweizer Aktien Anteile verloren. Dies nach der gegenseitigen Anerkennung der Börsenregulierung durch die Schweiz und Grossbritannien. Davor hatte der Marktanteil von SIX allerdings auch annähernd bei 100 Prozent gelegen, seit die EU die Regulierung der Schweizer Börse nicht mehr als gleichwertig anerkennt.

Dank Effizienzgewinnen hätten die generell deutlich tieferen Handelsumsätze durch die Ergebnisse anderer Geschäftseinheiten von SIX allerdings nahezu kompensiert werden können. So erholten sich die Transaktionen von Debitkarten rasch wieder von den negativen Auswirkungen der Pandemie, während die Transaktionen an Bancomaten nicht mehr das Niveau vor der Pandemie erreichten. Laut SIX ist der Wertschriftenhandel der Schweizer Börse im ersten Halbjahr um 32 Prozent eingebrochen, jener der spanischen Börse um 21 Prozent.

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