Pharma
Wachstum nach drei Quartalen: Roche erhöht Ausblick

Der Pharmakonzern Roche hat in den ersten drei Quartalen kräftig zugelegt. Er steigerte die Verkäufe um 8 Prozent auf 46,7 Milliarden Franken. Daher hebt der Konzern den Ausblick für 2021 an.

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Auf Wachstumskurs: Das Roche-Gebäude in Basel.

Auf Wachstumskurs: Das Roche-Gebäude in Basel.

Keystone

Roche schüttelt die Coronapandemie immer mehr ab. So blieben die Verkäufe der Pharmasparte mit 33,4 Milliarden Franken zwar stabil, seit Sommer gebe es aber Anzeichen einer Erholung von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, teilte Roche am Mittwoch mit. Die Konzernverkäufe stiegen in den ersten neun Monaten auf 46,7 Milliarden Franken. Das ist ein Wachstum von acht Prozent zu konstanten Wechselkursen. Gewinnzahlen legt das Unternehmen nach drei Quartalen nicht vor.

Vor allem die Diagnostiksparte hat einen wesentlichen Anteil am Erfolgskurs von Roche: Sie wuchs um 18 Prozent im dritten Quartal und um 39 Prozent in den ersten neun Monaten. Grund dafür ist die hohe Nachfrage nach Covid-19-Tests. «Aufgrund der Delta-Variante war die Nachfrage nach Corona-Tests auch im dritten Quartal hoch und trug zusammen mit den neu eingeführten Medikamenten und Diagnostika-Plattformen wesentlich zum guten Verkaufswachstum bei», wird Roche-Chef Severin Schwan in der Mitteilung zitiert.

Roche will Dividende erhöhen

Aufgrund der bisher erreichten Ergebnissen erhöht der Konzern gemäss Schwan den Ausblick für das Gesamtjahr. Konkret erwartet das Unternehmen neu ein Verkaufswachstum im mittleren einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen. Das gilt auch für den Kerngewinn je Titel. Zudem sei Roche bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.

Roche hatte den Umsatz bereits im ersten Halbjahr auch dank den vom Unternehmen produzierten Coronatests steigern können. Während die Division Pharma mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen hatte, steigerte die Division Diagnostics den Umsatz dank anziehenden Verkäufen bei den Coronatest 9 Milliarden Franken. Die Division Pharma hatte im ersten Quartal unter der Konkurrenz durch Generika zu leiden, erholte sich im zweiten Quartal aber wieder. (agl/abi)

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