Quartalszahlen
Starkes Wachstum: Laufschuh-Hersteller On jagt die Rekorde

On startete gut ins neue Geschäftsjahr: Der Schweizer Laufschuh-Hersteller steigerte im ersten Quartal den Nettoumsatz um knapp 68 Prozent und erzielte einen Reingewinn von 14,3 Millionen Franken.

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On konnte im ersten Quartal 2022 stark zulegen.

On konnte im ersten Quartal 2022 stark zulegen.

Keystone

Der Laufschuh-Hersteller On kann auf ein weiteres Rekordquartal zurückblicken: Der Nettoumsatz stieg im ersten Quartal des laufenden Jahres um 67,9 Prozent, wie On am Dienstag mitteilte. Direkt- und Einzelhandel wuchsen dabei fast gleichmässig. Der Nettoumsatz belief sich auf 235,7 Millionen Franken, der Reingewinn beträgt 14,3 Millionen – dies trotz «des weiterhin schwierigen Umfelds» im Hinblick auf die Lieferkette. Im Vorjahr gab es in den ersten drei Monaten noch einen Verlust von 10,5 Millionen.

Das bereinigte operative Gewinn (Ebitda) sank hingegen um 21,1 Prozent auf 15,7 Millionen Franken. Die Bruttogewinnmarge ging von 57,6 auf 51,8 Prozent zurück. On begründet dies mit dem «vorübergehend höheren Luftfrachtanteil» und den entsprechend höheren Transportkosten. Auch im zweiten Quartal wird On weiterhin Luftfracht einsetzen, «um die Lagerbestände weiter auszugleichen und der starken Nachfrage nachzukommen». Entsprechend werde Gegenwind für die kumulierte Bruttogewinnmarge im ersten Halbjahr erwartet.

Erstmals über eine Million Paar Schuhe in einem Monat

Martin Hoffmann, Co-CEO und Finanzchef von On, ist zufrieden mit dem Jahresstart. «Obwohl immer noch Lieferengpässe herrschen und deshalb nicht die gesamte Nachfrage gedeckt werden kann, konnten wir mehr Produkte an unsere Kundinnen und Kunden ausliefern als erwartet», wird er in der Mitteilung zitiert. «Im März konnten wir zum ersten Mal in unserer Geschichte mehr als 1 Million Paar Schuhe in einem einzigen Monat ausliefern.»

Die Resultate der ersten drei Monate haben das Selbstvertrauen des Zürcher Unternehmens gestärkt: On erhöht die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr und erwartet neu einen Nettoumsatz von mindestens 1 Milliarde Franken. Das wäre ein Wachstum «von mindestens 44 Prozent» gegenüber 2021. (abi)