Prognose
Comparis: Krankenkassenprämien steigen 2022 um weniger als ein Prozent

Die Krankenkassenprämien 2022 werden laut Prognose von Comparis voraussichtlich um weniger als ein Prozent steigen. Dies, weil die Versicherer mehr Prämien abbauen müssen.

Drucken
Teilen
Comparis prognostiziert für 2022 einen geringen Anstieg der Krankenkassenprämien.

Comparis prognostiziert für 2022 einen geringen Anstieg der Krankenkassenprämien.

Keystone

Die gesamten Gesundheitskosten in der Schweiz dürften 2022 ansteigen. Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH prognostiziert etwa einen Kostenanstieg um 3,8 Prozent. Trotzdem dürften die Grundversicherungsprämien um weniger als ein Prozent ansteigen, wie der Online-Vergleichsdienst Comparis am Donnerstag mitteilt.

Demnach dürfen sich viele Versicherte auf eine Nullrunde, einige gar auf leicht tiefere Prämien freuen. Der Grund: Aktuell sind die Reserven der Krankenversicherer mit 11,3 Milliarden Franken deutlich höher als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum. Nun sollen die Krankenversicherungen ihre Reserven zugunsten der Versicherten abbauen. Der Bundesrat hat dazu im April eine entsprechende Revision verabschiedet.

Auch das von der KOF prognostizierte Gesamtwachstum der Gesundheitsausgaben von 3,8 Prozent dürfte laut Comparis wohl etwas nach unten korrigieren werden. Der Vergleichsdienst rechnet stattdessen mit einem Wachstum von 2 bis 3 Prozent. Als kostendämpfende Faktoren nennt Comparis die 2012 eingeführte Spitalfinanzierung, den zunehmenden Anteil der Grundversicherten mit alternativen Versicherungsmodellen, Medikamentenpreissenkungen sowie den begrenzten Anteil an den Kosten der Alterspflege. (dpo)

Aktuelle Nachrichten