Neue Studie
Die Bürosuche wird für KMU immer schwieriger

Für viele Firmen wird es immer schwieriger, geeignete Räumlichkeiten zu finden. Aber auch die Vermieter tun sich mit den veränderten Ansprüchen schwer.

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Für Kleinunternehmen wird es immer schwieriger, geeignete Büroräume zu finden. (Symbolbild)

Für Kleinunternehmen wird es immer schwieriger, geeignete Büroräume zu finden. (Symbolbild)

Keystone

(sre) Vor allem Kleinunternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitenden finden derzeit nur mit hohem Aufwand geeignete Büroflächen. Dies zeigt der «Büromieter-Monitor 2020» der Hochschule Luzern. Wie die Hochschule am Donnerstag mitteilt, arbeiten landesweit 24'000 Kleinunternehmen in Büro- oder Hybridräumen mit geschätzten 150 bis 750 Quadratmetern Fläche. Solche zu finden, gestalte sich immer schwieriger. Preise seien meist nur «auf Anfrage» zu erfahren. Vertragslaufzeiten, Nebenkosten oder technischer Zustand müssten mühsam recherchiert werden.

Doch auch die Vermieter hadern: Viele Kleinunternehmen seien preissensitiv, würden vertragliche Flexibilität benötigen und hätten aufgrund ihrer Vielfalt heterogene Ansprüche an kleine Räume. «Das macht die Vermietung in klassischen Modellen wirtschaftlich kaum tragbar», wird Christian Kraft, Studienleiter des Büromieter-Monitors 2020 in der Mitteilung zitiert.

Reaktivierung von Altbestand

Die Studie zeigt, dass die Positionierung von Raumangeboten innerhalb starrer Immobiliensegmente die Bedürfnisse der Unternehmen oft zu wenig abdecken. Christian Kraft sieht eine mögliche Lösung in der Reaktivierung von Altbestand. Vielen alten Bürobauten drohe der Rückbau. Dabei könnte man diese auch für Kleinunternehmen umnutzen, so Kraft. Diese seien ohnehin Vorreiter für Entwicklungen, die auch Grossunternehmen zunehmend prägen. Flexible Arbeitsorte und -zeiten, digitale Kollaboration mit Kunden und Partnern sowie kurzfristigere Ressourcen- und Finanzplanung würden die Büronachfrage insgesamt verändern.

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