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Bis zu 55'000 Franken pro Quadratmeter: Doch bei den Luxusimmobilien droht ein Ende des Aufschwungs

In den letzten vier Jahren kannte der Markt für Luxusimmobilien nur eine Richtung: steil nach oben. Nun sehen Ökonomen der UBS aber eine Trendwende.

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Hier Wohneigentum zu kaufen, kostet eine schöne Stange Geld: St. Moritz gehört zu den teuersten Destinationen der Welt.

Hier Wohneigentum zu kaufen, kostet eine schöne Stange Geld: St. Moritz gehört zu den teuersten Destinationen der Welt.

Keystone

Lust auf eine Luxusimmobilie? Dann hat die UBS gute Nachrichten für Sie: Der Markt dürfte den «Wachstumszenit» überschritten haben. Bevor jetzt aber das Sparschwein geschlachtet wird: Auch im laufenden Jahr rechnet die Bank mit steigenden Preisen. Einfach steigen diese weniger stark als bisher. Alleine 2021 haben sich die Immobilien an «luxuriösen Standorten» um rund 10 Prozent verteuert – das ist doppelt so stark wie der gesamte Immobilienmarkt.

Und das Sparschwein müsste schon ziemlich prall gefüllt sein. Alleine in Cologny am Genfersee werden zwischen 36'000 und 55'000 Franken fällig, vergleichsweise günstig kommen Luxusfreunde in Ascona weg, dort braucht es 18'000 bis 31'000 Franken. Bevor Sie ein Schnäppchen wittern: Das sind die Preise pro Quadratmeter. Im weltweiten Vergleich können gewisse Schweizer Destinationen also gut mit den teuersten mithalten: Weniger Wohnraum als in Gstaad und St. Moritz für das viele Geld gibt es etwa in Monaco, Aspen und Hongkong.

Nun erwartet die UBS aber einen «Dämpfer» bei der Nachfrage. Sowohl aus dem In- wie aus dem Ausland. Gründe seien ein «bisher turbulentes Börsenjahr», abklingendes Wirtschaftswachstum und Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. All die irdischen Probleme machen also auch vor Luxusimmobilienverkäuferinnen und -verkäufer keinen Halt. «Der inzwischen vier Jahre andauernde Aufwärtstrend auf dem Schweizer Luxusmarkt dürfte deutlich an Fahrt verlieren», schlussfolgert die UBS. (mg)