Mieterverband
Umfrage: Drei Viertel der Mieter haben Mühe bei der Wohnungssuche

Der Mieterverband hat eine Umfrage in Auftrag gegeben, die zeigt, dass sich die Mieter eine Stärkung ihrer rechtlichen Stellung wünschen.

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Konflikte mit der Vermieterschaft sind laut einer Studie des Mieterverbandes häufig. (Symbolbild)

Konflikte mit der Vermieterschaft sind laut einer Studie des Mieterverbandes häufig. (Symbolbild)

Keystone

Drei Viertel der Befragten hätten Mühe bekundet, eine bezahlbare oder geeignete Wohnung zu finden, heisst es in einem am Sonntag veröffentlichten Bericht, den das Meinungsforschungsinstitut Sotomo im Auftrag des Mieterinnen- und Mieterverbandes Schweiz (MV) erstellt hat. «Vor allem in den Grossstädten akzentuiert sich dieses Probleme», heisst es im Bericht. Insgesamt geben laut der repräsentativen Umfrage von Sotomo 70 Prozent der Befragten Probleme im Mietverhältnis an.

Die Sorge um die Wohnsicherheit führe zu einem Machtgefälle zwischen Vermieter und Mieter. Als Folge wehrten sich viele Mietende nicht, etwa wenn es darum gehe, bei einer Senkung des Referenzzinssatzes eine Mietzinsreduktion zu beanspruchen. Sie wünschten sich deshalb rechtliche Verbesserungen, nach welchen die Pflicht, selbst aktiv zu werden und damit potenziell das Verhältnis zur Vermieterschaft zu gefährden, wegfallen würde, so die Sotomo-Studie.

«Der Schuh der Mieter*innen drückt», bilanziert der MV in einer Mitteilung zur Studie. Es brauche deshalb mehr Mieterschutz. Die Politik bewege sich jedoch in die andere Richtung, kritisiert der MV: «Zurzeit laufen aber Bestrebungen zur Einschränkung der Untermiete oder einfacheren Kündigungen beim Eigenbedarf, was die Abhängigkeit der Mietenden von der Vermieterseite noch verstärken würde.» (wap)

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